Feuerwehr rückt zu 258 Einsätzen aus

Lesedauer: 6 Min

Auf ein nicht ganz so spektakuläres Jahr wie 2017/2018 hat die Stützpunktfeuerwehr Ehingen bei ihrer Hauptversammlung zurückgeblickt.

Insgesamt rückte die Feuerwehr 258-mal aus, teilte der stellvertretende Abteilungskommandant Andreas Leicht mit. Im Vorjahr waren es noch 305 Einsätze. 33-mal galt es einen Brand zu löschen, 135-mal war technische Hilfeleistung erforderlich, 50 Fehlalarmierungen gab es und 40 sonstige Einsätze. Herausragend war bei diesen Einsätzen eine Geruchsbelästigung mit Atemwegsreizungen im Kreiskrankenhaus, Ursache waren zwei versehentlich zusammengeleerte Reinigungsmittel, die Dämpfe bildeten.

„Der zweite Gefahrguteinsatz war im Mai bei Sappi aufgrund eines technischen Defektes, in dessen Folge sehr viele Kubikmeter Kochsäure in eine Auffangwanne gelaufen waren. Das in der Säure befindliche Schwefeldioxid verursachte auch weit von der Auslaufstelle entfernt Reizungen der Schleimhäute und Atemwege“ berichtete Stadtbrandmeister Oliver Burget seinen Kameraden.

Die Fahrzeuge der Feuerwehr Ehingen waren im letzten Jahr 759 Stunden im Einsatz und sind dabei 4663 Kilometer gefahren.

Drehleiter soll angeschafft werden

Neuangeschafft werden soll eine Drehleiter, mit der Auslieferung rechnet Burget im Jahr 2021. Der Vorrüstwagen aus dem Jahr 1993 wird durch ein Hilfeleistungslöschfahrzeug ersetzt. „Dann steht uns nicht nur bei Großbränden ein weiteres Fahrzeug mit Gruppenbesatzung schnell zur Verfügung, sondern bei zeitgleicher Alarmierung auch ein weiteres Fahrzeug, das sowohl zur Hilfeleistung als auch zur Brandbekämpfung eingesetzt werden kann“, sagte Burget, mit der Auslieferung rechnet er 2020.

Aufgenommen wurden in die Feuerwehr Marko Pejic, Marius Nagl, Marcel Herter, Moritz Peterka, Maximilian Nickel, Johannes Huber, Philip Stützle, Jürgen Peter und Kevin Auerswald, sechs von ihnen wurden aus der Jugendfeuerwehr übernommen.

Für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr ehrte Burget für 25 Jahre Hans-Peter Ströbele, Markus Renner, Alexander Ochs, Christian Gräter und Daniel Jauer, zu jedem der Geehrten berichtete Burget über dessen besondere Verdienste.

Befördert wurden zum Jungfeuerwehrmann Christian Bartmann und Johannes Reichle, zum Hauptfeuerwehrmann Michael Richert, zum Löschmeister Michael Missel und Hans-Peter Ströbele, zum Oberlöschmeister Tobias Maier, zum Oberbrandmeister Markus Berndt und Christian Gräter.

An Lehrgängen haben teilgenommen: Johannes Huber, Marius Nagl, Philip Stützle, Marcel Herter, Maximilian Nickel, Marco Pejic und Moritz Peterka zum Truppmann und Sprechfunker Daniel Rueß, Niklas Leichtle, Marina Peterka zum Atemschutzträger Nicolas Mönch, Jonas Geiger, Christian Ortner, Tobias Tress zum Maschinisten Tobias Tress, Jonas Geiger, Nicolas Mönch, Thomas Dannenmaier zum Truppführer Hans-Peter Ströbele und Marc Brandl zum Türöffnungstechniker Michael Mouratidis, Tobias Maier zum Ausbilder für Hubrettungsfahrzeuge.

Modul I: Marc Brandl, Nicolas Mönch, Uli Halder, Christoph Mönch, Stefan Beer, Andreas Neumann Seminar Innenangriff Spezial Markus Berndt, Uli Halder, Christian Gräter, Philipp Christ, Daniel Hecht, Jonas Geiger, Sebastian Hermann, Ulrich Mayer, Christian Ortner Seminar ABC-Erkunder Dekon P Einheiten. Notfallseelsorge Kerstin Neumann.

Jürgen Münch, Philipp Christ, Christian Gräter Umgang mit Gaswarn- und Messgeräten.

ABC-Einsätze

An der Landesfeuerwehrschule haben Lehrgänge besucht Matthias Drews für ABC-Einsatz, Johannes Reichle, Marina Peterka, Daniel Hecht ABC Dekontamination, Marc Brandt, Philipp Christ ABC-Erkundung, Christian Ortner, Jonas Geiger, Christian Gräter Betrieb der Notfallstation. Thomas Dannenmaier, Marc Brandl, Christoph Mönch Jugendgruppenleiterlehrgang. Tobias Maier, Michael Mouratidis Lehrgang Technischer Ausbilder für Drehleitermaschinisten. Kerstin Neumann, Sebastian Hermann Lehrgang Ausbilder für Truppmann-Ausbildung und Truppführer.

Christian Gräter Lehrgang Einsatzleiter Führungsstufe C. Das Leistungsabzeichen in Bronze erhalten Christian Gräter, Christoph Mönch, Marina Peterka, Moritz Peterka, Maximilian Nickel, Johannes Huber, Marcel Herter, Marius Nagl, Philip Stützle, Daniel Rueß und Niklas Leichtle.

Die Jugendfeuerwehr hat 18 Mitglieder, 60 Prozent ist Feuerwehrausbildung, 40 Prozent Spiel und Spaß, berichtete Marina Peterka. Die Jugendarbeit hat einen hohen Stellwert, rekrutiert sich doch ein Großteil der Aktiven aus der Jugendfeuerwehr.

Ludwig Griener dankte der Ehinger Feuerwehr im Namen der Stadt für ihren Einsatz. „Sie sind da, wenn Sie gebraucht werden, opfern Ihre Freizeit, riskieren bei jedem Alarm viel, denn Sie wissen nie, was da auf Sie zukommt“ sagte Griener. Honoriert hat das die Stadt, indem sie als erste Gemeinde in Baden-Württemberg die Ruhezeiten bei nächtlichen Einsätzen in die Entschädigungszahlen aufgenommen hat. Die Feuerwehr bekommt für nächtliche Einsätze die doppelte Entschädigung. Aufgrund des Feuerwehrbedarfsplanes ist ein Architektenwettbewerb für die Erweiterung des Feuerwehrhauses ausgeschrieben.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen