Fasnetsliedersingen gegen das Vergessen

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Marlena Schuster

In die zweite Runde ging das Fasnetsliedersingen am Freitagabend im Badischen Hof in Ehingen. Diesmal waren es über 60 Besucher und damit deutlich mehr als noch die Woche zuvor. Der gesamte Gastraum des Badischen Hofs war mit Sängern und Sängerinnen gefüllt. Jeder, der aufstand um sich ein wenig aus der Enge zu befreien, musste um seinen Sitzplatz fürchten. Die fröhlichen Sänger störte es auch nicht, dass im hinteren Raum noch eine ganz andere Strophe gesungen wurde als im restlichen Haus, denn jeder hatte seinen Spaß dabei.

Die neuen Liederbücher, die es seit dem vergangenen Jahr gibt, wurden nur bei den wenig bekannten Liedern benutzt. Ansonsten sangen die Besucher die meisten Lieder der Ehinger Gruppen auswendig. Zum kräftigen Mitsingen musste Josef „Bebe“ Mantz die Fasnetsfreunde dementsprechend erst gar nicht motivieren. Sogar bis hinaus auf die Straße hörte man die Fasnetssänger, sodass Nachkommende den Veranstaltungsort nicht verfehlen konnten.

Auch die Initiatorin der noch jungen Tradition war unter den Singenden: Conny Mantz hatte die Idee zusammen mit ihrem Vater „Bebe“ Mantz, der Teil der „Original Gläbberles Kabell“ ist. Die Bbeiden fanden es schade, dass die verschiedenen Gruppen die Lieder der anderen Gruppen nicht kennen und wollten daran etwas ändern. Daraus entstanden dann die Liederheftchen mit den Fasnetsliedern aller Ehinger Gruppen. Auch örtliche Kindergärten und Schulen wurden aufmerksam und fragten nach Exemplaren. „Unseren Einfluss merkt man auch in den Kindergarten und Schulen. Die Kinder können viele Ehinger Fasnetslieder jetzt mitsingen“, so Conny Mantz stolz. Auch ihr Sohn Valentin ist schon kräftig mit dabei und unterstützt seinen Opa in der „Kabell“. Dass das Fasnetsliedersingen bei den Besuchern gut ankommt, war auch an dem Abend wieder unschwer zu erkennen. Die Besucher haben sichtlich Spaß am Ausleben ihrer Singkünste. Schon seit einigen Jahren wird die Veranstaltung im Badischen Hof sehr gut angenommen, was vor allem die Gründerfamilie Mantz erfreut.

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