Förderverein feiert zehnjähriges Bestehen

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Kurt Efinger

Sein zehnjähriges Bestehen hat der Förderverein „Besinnungsweg Ehinger Alb im Biosphärengebiet“ am Donnerstag mit einem Stehempfang gefeiert. Die Vorsitzende Wiebke Fischer begrüßte dazu nach einer zweistündigen Wanderung in der Umgebung 30 Personen im Informationszentrum Ehinger Alb.

„Der Besinnungsweg hat sich prächtig entwickelt und ist zu einem Aushängeschild der Ehinger Alb geworden“, sagte Ehingens Bürgermeister Sebastian Wolf aus gegebenem Anlass und würdigte die Leistung des Fördervereins. Dieser öffne Gästen die Heimat auf der Alb.

Ortsvorsteher Alfons Köhler, Moderator des Arbeitskreises Umwelt und Biosphäre in der Lokalen Agenda Ehingen, verwies auf kompetente Leute auf der Ehinger Alb, die sich mit ihren Ideen eingebracht hätten. Besonders freue er sich, dass der 90-jährige Ventur Schöttle aus Granheim das Jubiläum mitfeiern könne, sagte Köhler. Der frühere Ehinger Oberbürgermeister Johann Krieger habe Volksfrömmigkeit und Kleinkunst als Aktionsthema vorgeschlagen. Daraus sei Besinnung und Einkehr mit einer 50 Kilometer langen und vom Deutschen Tourismusverband als Qualitätsweg Wanderbares Deutschland zertifizierten Wanderstrecke geworden. Jeder der sechs Albteilorte trage dazu bei und habe am Erfolg teil.

Vereinsvorsitzende Wiebke Fischer griff die vom früheren Mundinger Pfarrer Matthias Krack geprägte Mahnung „Bsenn de au“ auf und erinnerte an die vor zehn Jahren anstehende Ausgestaltung des Informationszentrums am Dächinger Dorfplatz. „Wenn Sie noch nicht Mitglied sind, werden Sie es“, lud Fischer zur Mitwirkung im Förderverein ein. Er sei anfangs skeptisch gewesen, sagte Ventur Schöttle im Rückblick auf das Entstehen des Besinnungsweges und seines Fördervereins. Schöttles Bedenken bezogen sich auf seine vergeblichen Versuche, im Zuge der Gemeindereform aus den sechs strukturverschiedenen Dörfern eine Albgemeinde zu formen. Der Reihe nach entschieden sie sich vor nicht ganz einem halben Jahrhundert für die Eingemeindung nach Ehingen.

„Leistet etwas, dann bekommt ihr etwas“, empfahl der erfahrene Landespolitiker Schöttle den Befürwortern des Besinnungswegs, als diese sich daran machten, für jedes der sechs Dörfer ein eigenes Thema zu erarbeiten. Das Werk sei gelungen und er freue sich, in der Landschaft Wanderer anzutreffen, die sich auf dem Besinnungsweg bewegen, sagte der ehemalige Landtagsabgeordnete und Staatsekretär im Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz.. „Ihr habt schon den Vogel abgeschossen“ , sagte Schöttle anerkennend in Bezug auf den künstlerisch und finanziell aufwendig gestalten Mundinger Beitrag zum Besinnungsweg. Die Beteiligung der sechs Ehinger Teilorte sei ein Beispiel für die Weiterentwicklung der Schwäbischen Alb.

Musikalisch bereicherten der Dächinger Klarinettist Stefan Enderle und seine Tochter Karin als Duo die Feierstunde. Unter anderem imponierten sie mit der klangvollen Wiedergabe von zwei Sätzen aus Mozarts Kegelduetten.

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