Evangelische Christen gedenken am Ewigkeitssonntag der Verstorbenen

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Die Kantorei sang Chorsätze zum Ewigkeitssonntag.
Die Kantorei sang Chorsätze zum Ewigkeitssonntag. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

In der Trauerhalle des Ehinger Friedhofs hat die Evangelische Kirchengemeinde Ehingen am Sonntag der Verstorbenen gedacht. Pfarrerin Susanne Richter leitete die von der Kantorei musikalisch umrahmte Feier zum Ewigkeitssonntag.

Anstelle eines Psalms aus der Bibel lasen die 60 Besucher der Feier aus „Ich stehe unter Gottes Schutz: Psalmen für Alletage“ von Hanns-Dieter Hüsch: „Die Liebe eines Menschen kannst du nicht begraben, sie mit Erde zuschaufeln, wie Urnenasche in den Wind zerstreuen.“

Pfarrerin Susanne Richter trug als Lesung das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen im Evangelium nach Matthäus vor und deutete den Text als Appell der Ermutigung, die eigene Herzenstüre zu öffnen für Jesus. Gott habe schon gesorgt, jetzt gelte es, dass die Menschen für sich selbst sorgen, jeden Moment genießen, Schwieriges im Streit aussprechen.

Mit Chorsätzen von Felix Mendelssohn, Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Johann Carl Gottfried Loewe gliederte die Kantorei unter der Leitung von Christoph Mehner die namentliche Aufzählung der von November 2018 bis November 2019 gestorbenen Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Ehingen. Auf das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen bezieht sich das von der Gemeinde gesungene Lied „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Philipp Nicolai.

Seit der Entwicklung des Kirchenjahres im Mittelalter wurden mit seinen letzten Sonntagen liturgische Lesungen zu den letzten Dingen verbunden. Am drittletzten Sonntag steht das Thema „Tod“ im Mittelpunkt, am vorletzten die Thematik „Jüngstes Gericht“ und am letzten „Ewiges Leben“.

In der Bibel steht der Begriff Ewigkeit für die alle Zeiten umfassende Allmacht Gottes. Die Schöpfung und der Mensch unterliegen der Endlichkeit. Nur Gott ist immer und ewig.

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