Erleichterung nach fünf Pflichtspielen ohne Sieg

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Schwäbische Zeitung

Bei den Fußballern des SSV Ehingen-Süd war die Freude über den 5:0-Sieg im ersten Verbandsliga-Spiel im Jahr 2019 groß – nicht wegen der Höhe des Erfolgs, sondern vor allem deshalb, weil man das Punktekonto endlich einmal wieder richtig aufgestockt hat. In den letzten Wochen vor der Winterpause waren die Kirchbierlinger beim Punktesammeln etwas nachlässig, fünfmal in Folge war die Mannschaft ohne Sieg geblieben, mehr als drei Unentschieden sprangen nicht heraus. Der sechste Platz, auf dem Süd überwinterte, war daher trügerisch, denn groß war der Abstand zur Abstiegszone nicht. Das hat sich am Wochenende ein bisschen geändert, denn während der SSV gewann, gingen mit Ausnahme des Schlusslichts Breuningsweiler und des Tabellensiebten Heiningen alle Mannschaften hinter Ehingen-Süd leer aus oder mussten sich mit einem Punkt begnügen.

„Es war ein wichtiger Sieg für uns und für die Moral gut. Außerdem hat die Konkurrenz Punkte gelassen“, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler. Abgehakt ist der Abstiegskampf für Ehingen-Süd deshalb aber noch nicht, zumal in dieser Saison ein verschärfter Abstieg droht. Darauf habe der Württembergische Fußballverband kürzlich die Vereine hingewiesen und mögliche Szenarien aufgezeigt, so Bochtler. Bei zu vielen direkten Absteigern aus der Oberliga – Normannia Gmünd und die TSG Backnang sind derzeit akut gefährdet – könnte sich die Zahl der Direktabsteiger aus der Verbands- in die Landesliga von normalerweise vier auf fünf erhöhen. Der Sechstletzte müsste dann in die Relegation, nach aktuellem Stand Tübingen. „Wir müssen auf der Hut sein“, sagt Bochtler. Durch den Sieg am Samstag baute sein Team den Vorsprung auf den Tabellenelften Tübingen auf sechs Punkte aus, Neckarrems auf dem zwölften, angestammten Relegationsplatz liegt sieben Zähler hinter Süd.

Laupheim dagegen hat nur noch drei Punkte Vorsprung auf Neckarrems. Seit 12. Oktober hat der FV Olympia kein Punktspiel mehr gewonnen und das Warten auf einen Erfolg verlängerte sich am Wochenende; 0:3 ging das Heimspiel gegen die weiter ungeschlagenen Sportfreunde Dorfmerkingen verloren. Die Gäste profitierten von einem frühen Führungstreffer – Michael Schiele verwandelte in der neunten Minute einen Foulelfmeter, den Sascha Topolovac an Daniel Nietzer verursacht hatte – und von der Gelb-Roten Karte für Laupheims Robin Biesinger wegen wiederholten Foulspiels kurz vor der Halbzeit. „Der berechtigte Platzverweis hat uns letztlich das Genick gebrochen“, sagte Olympia-Trainer Hubertus Fundel.

Kurz vor seinem vorzeitigem Gang in die Kabine hatte sich Biesinger bei einer Flanke verschätzt und Timo Zimmer das 2:0 für den neuen Tabellenführer getroffen. Nach knapp 70 Minuten erhöhte Tim Brenner noch auf 3:0. „Wir haben sehr homogen gespielt, den Gegner eigentlich beherrscht und waren vor dem Tor kaltschnäuzig genug“, sagte SFD-Trainer Helmut Dietterle. Dagegen waren die Laupheimer, die auf Manuel Hegen, Simon Dilger, Fabian Ness (alle krank) und Torhwart Julius Lense (Prüfungen) verzichteten mussten, in der zweiten Halbzeit chancenlos.

Zu den Titelanwärtern zählt neben Dorfmerkingen auch der TSV Essingen, nächster Gegner des SSV Ehingen-Süd. Die Essinger bescherten ihrem neuen Trainer Beniamino Molinari mit dem 3:0 gegen Wangen eine ordentliche Premiere. Doch es dauerte bis zur 60. Minute, ehe die Heimelf durch Niklas Goiß in Führung ging. Stani Bergheim und in der Nachspielzeit Josip Skrobic erzielten die weiteren Treffer für den TSV. (aw)

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