Erbstettener Schule weiht grünes Klassenzimmer ein

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Rektorin Katrin Brosch (l.) erläuterte das Entstehen des „Grünen Klassenzimmers“.
Rektorin Katrin Brosch (l.) erläuterte das Entstehen des „Grünen Klassenzimmers“. (Foto: SZ- Kurt Efinger)
Schwäbische Zeitung
Kurt Efinger

Ein „Grünes Klassenzimmer“ hat die Gemeinschaft der Grundschule Erbstetten am Dienstag, dem Tag des Schulgartens, eingeweiht. Bei schönem Wetter können die Kinder hier außerhalb des Gebäudes in freier Natur lernen.

Für Dienstag hatte die Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten alle Schulen und andere Institutionen, die Garten-Bildungs-Arbeit leisten, in der Bundesrepublik Deutschland aufgerufen, ihre Schulgartentore zu öffnen und die Vielfalt der Schulgärten sichtbar zu machen. Die Grundschule Erbstetten nahm den Tag zum Anlass, ihr neu angelegtes „Grünes Klassenzimmer“ einzuweihen.

Dabei handelt es sich um einen auf dem Schulgartengelände angelegten und mit Natursteinen als Sitzgelegenheiten umrundeten Platz, der als Unterrichtsraum im Freien dient. Rektorin Katrin Brosch berichtete über die Entstehung und ließ zu jedem Vorgang einige Kinder großformatige Fotos präsentieren. Das „Grüne Klassenzimmer“ entstand voriges Jahr aus dem Wunsch, einen Teil des Unterrichts nach draußen zu verlegen. Die Wald- und Wiesenlandschaft um Erbstetten lud geradezu dazu ein.

Die mit der Schulleiterin befreundete Diplom-Ingenieurin für Landschaftspflege Heidi Bossert aus Ehingen entwarf einen Plan. Den Grundstein finanzierte die Schule mit der wie immer großzügigen Jahresspende von Bernd Schilling, Geschäftsführer der Mundinger Firma Mundal. Stadtbaumeister Andreas Erwerle gefiel die Vorstellung, und er erklärte sich spontan zur Übernahme der weiteren Kosten bereit. Mit einem Bagger grub Peter Missel aus Granheim das Loch, ebnete den Grund und schaffte die Steine herbei.

Überwältigendes Ergebnis

Unter der Anleitung von Heidi Bossert und ihrem Mann Axel steckten die Schüler nach der Festlegung des Durchmessers die Fläche ab. Peter Missel setzte die Steine. Nach der Rückkehr von einer Fortbildung war Katrin Brosch überwältigt vom Ergebnis. Ihre beste Freundin, die Allmendinger Künstlerin Stephanie Schweiger, schuf eine passende Feuerschale mit kunstvoll gestalteter Unterkonstruktion. Bezahlt hat das Werk Architekt Ralf Hammer aus Allmendingen, der Ehemann der Rektorin. Die Schale mit Unterbau ist bereits das zweite von Stephanie Schweigert für die Erbstettener Schule geschaffene Kunstwerk. Das erste hängt in Form eines Gemäldes im Rektoratsbüro. „Ich hoffe, es kommen weitere hinzu“, formulierte Katrin Brosch den Wunsch nach zusätzlicher künstlerischer Bereicherung des Hauses. Sie selbst kam für die Kosten der Anfang November um das Rondell herum gesetzten Gehölze auf. Als „wahre Gartenexperten“ bezeichnete sie die Schüler, die das Gesträuch eingepflanzt hatten. Im Frühling dieses Jahres wurde Unkraut gejätet. Mitte April stand der Feuerstellentest an. Die gebratenen Würstchen schmeckten vorzüglich. Bürgermeister Sebastian Wolf zeigte sich von der gelungenen Anlage beeindruckt und sagte, es gebe keinen besseren Ort für einen Schulgarten. Nach der Entzündung eines Feuers auf der Schale nahm Pfarrer Markus Häfele aus Mundingen die Einweihung vor und erinnerte an die biblische Geschichte von der Erde als von den Menschen zu bebauender und zu bewahrender Garten.

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