Einfach mal zuhören

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Leni Breymaier im Gespräch – Sanduhren geben die Zeit vor.
Leni Breymaier im Gespräch – Sanduhren geben die Zeit vor. (Foto: SZ- dtp)

SPD-Landeschefin Leni Breymaier hat sich am Dienstag auf dem Ehinger Wochenmarkt zum Ziel gesetzt, den Menschen vor allem einfach zuzuhören. Für die Gespräche hat sie ein eigenes Konzept entwickelt. „3–1–2“ heißt es, das heißt: Drei Minuten zuhören, eine Minute antworten und zwei Minuten diskutieren. Damit die Zeiten auch eingehalten werden, hat Breymaier extra drei Sanduhren auf dem Tisch stehen.

Die meisten Begegnungen verlaufen dann aber doch anders. Manchmal kommt die Politikerin fast nicht zu Wort. Die Menschen erzählen von ihrem Leben, ihrer Arbeit, ihren Problemen oder haben Fragen zur Rente und Berufsunfähigkeit.

„Es geht darum, aktiv zuzuhören“, sagt Breymaier. Oft höre man, Politiker würden das nie tun. Für sie seien die Gespräche oft eine Bestätigung oder sie würden ihr Probleme eröffnen, an die man einmal ran müsste. „Dass mein Vater aus Rottenacker kommt, ist hier sehr geläufig“, sagt Breymaier nach drei Gesprächen. „Die Leute in Ehingen kennen mich.“

„In zehn Minuten muss ich aber weg“, sagt eine Dame, die gegenüber von Breymaier Platz nimmt. „Was ändert sich bei der SPD?“, will sie wissen und hat im weiteren Verlauf des Gesprächs Fragen zur Rente. „Schicken Sie mir eine Mail“, sagt Breymaier am Ende. „Ich kümmere mich darum.“

Bei 13 Grad versuchen am Marktplatz auch SPD-Mitglieder aus dem Ortsverein, dem Gemeinderat, dem Kreis wie auch Bundestagsmitglied Hilde Mattheis, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. „Das funktioniert ganz gut“, zeigt sich Mattheis zufrieden.

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