Eine bewährte und eine neue Spielgemeinschaft

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In der Fußball-Kreisliga Donau der Frauen rollt vom Wochenende an der Ball. Die unterste Liga des Bezirks setzt sich in der Saison 2018/19 aus sechs Teams zusammen – eines weniger als in der Vorsaison. Aus dem Raum Ehingen sind zwei Spielgemeinschaften dabei: Munderkingen II/Unterstadion und Bergemer SV/Altheim II.

Munderkingen II/Unterstadion

Die SGM spielte in der Vorsaison noch in der Bezirksliga, entschloss sich aber aufgrund der personellen Situation zum freiwilligen Wechsel in die Kreisliga, in der – als unterste Liga des Bezirks – das Norweger Modell eines flexiblen Spielbetriebs gilt. Somit darf man auch mit einer Neuner-Mannschaft auflaufen, muss dies aber rechtzeitig bei der Staffelleitung anmelden. „Wir werden aber versuchen, immer mit elf Spielerinnen anzutreten und nur ausnahmsweise mit neun, denn das wollen wir eigentlich nicht“, sagt Manuel Saile, der zusammen mit seinem Trainerkollegen Andreas Schellinger neben dem Landesliga-Team des VfL auch fürs Kreisliga-Team zuständig ist. Die Personallage bei der „Zweiten“ hängt immer jedoch auch von der „Ersten“ ab.

Testspiele bestritt man, urlaubsbedingt oder wegen Verletzungen, meist mit einer Mannschaft mit Spieler aus der „Ersten“ und „Zweiten“. Zuletzt im Bezirkspokal zog sich die „Zweite“, die aus Spielerinnen der vergangenen Saison, aus der B-Jugend aufgerückten Talenten und reaktivierten Kräften besteht, gegen den Regionenligisten Fulgenstadt/Herbertingen (1:3) gut aus der Affäre. „Das hat gepasst“, sagte Saile, auch wenn der SGM nach 1:0-Halbzeitführung in der zweiten Halbzeit ein wenig die Puste ausging. Für die Punkterunde, in der alle Teams dreimal aufeinandertreffen, fällt es Manuel Saile schwer, ein Ziel zu formulieren. „Es wird eine Wundertüte“, so der Trainer. „Im ersten Spiel wird man schon sehen, wo wir stehen.“

Zum Auftakt hat Munderkingen II/Unterstadion am Sonntag, 16. September, 10.30 Uhr, die SGM Alb-Lauchert zu Gast. Alb-Lauchert belegte in der vergangenen Saison den letzten Platz, holte aus 18 Spielen nur sieben Punkte.

SGM Bergemer SV/Altheim II

In der vergangenen Saison war der BSV Ennahofen noch eigenständig, tat sich aus personellen Gründen aber mit der SG Altheim zusammen. Die SGA war nach dem Auftsieg in die Landesliga an einem Unterbau interessiert, um Spielerinnen aus dem erweiterten Kader Einsatzzeiten zu geben, die sie in der Landesliga nur sporadisch erhalten würden. „Für beide Vereine war die Spielgemeinschaft die beste Lösung“, sagt Stefan Schmidt, der zusammen mit Gerhard Kottmann das Kreisliga-Team trainiert. Auch die Spielerinnen aus beiden Vereinen zogen mit, auch die vom BSV, die ursprünglich aufhören wollen oder anfangs zögerlich waren. In der Vorbereitung hatte man eine gute Trainingsbeteiligung, zudem gab es beachtliche Testspielergebnisse. Gegen die SG Dettingen (7:3), Wacker Biberach (2:1) und den TSV Laichingen (3:2) wurde gewonnen, nur im Pokal gegen den Bezirksligisten Bingen/Hitzkofen verlor man.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen bei Trainer Schmidt. „Wir haben einen starken Kader und wollen ziemlich weit vorn mitspielen“, sagt er. Ihre Heimspiele trägt die SGM in der Regel in Ennahofen aus, in einzelnen Fällen – wenn sich eine Austragung unmittelbar vor dem Auftritt der Landesliga-Mannschaft anbietet – ist auch Altheim als Spielort möglich. Auf das erste Punktspiel muss die neue Spielgemeinschaft allerdings noch ein paar Tage warten, die Partie des ersten Spieltags wurde auf Donnerstag, 20. September, verlegt.

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