Ein Unentschieden, das Mut macht

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Ehingens Patrick Morchen (rot, rechts) und Daniel Topolovac (links) zeigten eine gute Leistung gegen Straßberg.
Ehingens Patrick Morchen (rot, rechts) und Daniel Topolovac (links) zeigten eine gute Leistung gegen Straßberg. (Foto: SZ- mas)
Schwäbische Zeitung
Leiter Lokalredaktion Ehingen

Die Landesliga-Fußballer der TSG Ehingen haben sich im ersten Pflichtspiel des Jahres mit 1:1 (0:0) vom TSV Straßberg getrennt. Beide Teams kämpfen um den Klasenerhalt in der Landesliga. Für die TSG Ehingen ist der Punkt in diesem Heimspiel zwar zu wenig, doch die Leistung in der zweiten Hälfte macht Mut.

Die ersten 20 Minuten der Partie auf dem Ehinger Kunstrasen am Samstagabend war nichts für Fußball-Feinschmecker. Beide Mannschaften lieferten sich ein munteres Abtasten im Mittelfeld, Chancen gab es bis zur 24. Minute keine. Dann passte Ehingens Bester an diesem Tag, Patrick Mrochen, einen langen Ball in den Straßberger Strafraum, TSG-Stürmer Julian Guther versprang das Leder aus aussichtsreicher Position. Zehn Minuten später zog TSG-Stürmer Valentin Gombold ab – sein Schuss verfehlte das Gehäuse von Gäste-Torhüter Christopher Kleiner. Chancen für Straßberg gab es bis zum Seitenwechsel nicht.

Nach der Pause rannte die TSG aus einer sicheren Abwehr heraus weiterhin auf das Tor der Gäste zu, ein Konter der Straßberger führte allerdings zu gleich zwei Fehlern in der Ehinger Hintermannschaft. Einer davon war ein Querpass in die Füße des Gegners, der dann von Ehingens Torhüter Patrick Vonnier im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Den fälligen und zudem klaren Elfmeter verwandelte Straßbergs Marc-Philipp Kleiner nicht nur zur 1:0-Führung für die Gäste, sondern stellte damit auch den Spielverlauf auf den Kopf.

Die TSG Ehingen steckte aber nicht auf – ganz im Gegenteil. Spielzug um Spielzug ließ die TSG Ehingen eine Angriffswelle auf die andere folgen und hatte durch Valentin Gombold (56.) ein gute Möglichkeit zum Ausgleich. Diesen besorgte dann nach 64 Minuten Daniel Topolovac, der einen Stellungsfehler der Straßberger Hintermannschaft gnadenlos ausnutzte. Was dann folgte, war ein Sturmlauf der TSG Ehingen. Die Spieler kämpften, legten den unbedingten Willen an den Tag, das Spiel zu gewinnen. Nach 78 Minuten kombinierten sich Ehingens Ismael Cini und Narcisso Filho durch das Mittelfeld, Filhos Flanke fand den Kopf des eingewechselten Michael Oberdorfer, der das Tor knapp verfehlte. Nur vier Minuten später konnte Straßbergs Torhüter Christopher Kleiner einen Schuss von Julian Guther gerade noch ins Tor-Aus befördern, der Ehinger Siegestreffer lag in der Luft. Die dickste aller Ehinger Chancen vergab Julian Guther in der 92. Spielminute, als er zwei Meter vor dem Tor frei zum Kopfball kam, nicht genügend Druck hinter den Ball brachte und in Torhüter Kleiner, der eine Glanzparade zeigen musste, seinen Meister fand. Noch Minuten nach dem Spiel trauerte Guther dieser Möglichkeit nach.

„In den ersten 20 Minuten hatte der Gegner mehr vom Spiel, ohne aber zu Chancen zu kommen. Das hatte bei uns mit einer gewissen Anfangsnervosität zu tun, schließlich war es für uns im Gegensatz zu Straßberg das erste Pflichtspiel im Jahr“, erklärte TSG-Coach Roland Schlecker, der vor allem mit dem, was seine Jungs im zweiten Durchgang gezeigt haben, sehr gut leben kann. „In der ersten Hälfte hatten wir viele, ich sage mal halbe Möglichkeiten. Das hat sich in der zweiten Hälfte geändert. Unser Manko war aber klar die Chancenverwertung und die Tatsache, dass wir kaum Versuche gestartet haben, auch mal aus der zweiten Reihe zu schießen“, so Schlecker. Dennoch könne der Trainer auf dieses Spiel aufbauen. „Wie meine Mannschaft aufgetreten ist, war gut“, so Schlecker.

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