Ehinger taucht in Eisenbahngeschichte ein

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Dieses Bild zeigt, wie vor Jahrzehnten ein Zug in der Bereich des Ehinger Bahnhofs einfährt.
Dieses Bild zeigt, wie vor Jahrzehnten ein Zug in der Bereich des Ehinger Bahnhofs einfährt. (Foto: Archiv Holtz)
Leiter Lokalredaktion Ehingen

Wer Material zur Eisenbahngeschichte Ehingens hat, kann sich gerne mit Ulrich Holtz unter der Telefonnummer 07391/771472 in Verbidnung setzen.

Der Ehinger Ulrich Holtz taucht derzeit tief in die Geschichte der Eisenbahn in Ehingen ein. Denn im kommenden Jahr kann die Inbetriebnahme der Bahn ihren 150. Geburtstag feiern. Ulrich Holtz wird sich bei seinen Recherchen, an deren Ende ein Buch herauskommen soll, hauptsächlich auf die Historie der Strecke zwischen Blaubeuren und Ehingen konzentrieren.

„Es gibt sehr viele und vor allem sehr spannende Dinge, die sich in diesen 150 Jahren ereignet haben“, sagt Ulrich Holtz, der seinen Fokus klar auf Ehingen legt. „Ich werde in diesem Buch aber auch beleuchten, wie die Bahn Richtung Bodensee ins Oberland gekommen ist“, erklärt Holtz, der sein Buch, das zur Jahresgabe der Ehinger Museumsgesellschaft 2019 gehört, in folgende Kapitel unterteilen wird: Wie kam die Bahn nach Württemberg, ins Oberland und nach Ehingen, der Bahnhof Ehingen, Bahnhöfe im Oberamt beziehungsweise im Altkreis Ehingen, Regionale Wünsche und nicht verwirklichte Eisenbahnprojekte, Militärische Nutzung der Donautalbahn, Betrieb auf der Donautalbahn, Zukunftsprojekte sowie Besonderheiten und Kurioses.

Interessante Relikte

In seinem Fundus hat Ulrich Holtz bereits interessante Relikte aus vergangenen Zeiten aufnehmen können, beispielsweise alte Fahrpläne, einen Kriegsfahrplan aus dem Jahr 1944 und viele alte Fotos. „Das Ehinger Stadtarchiv, aber auch das Landesarchiv haben mir bei der Recherche geholfen. Auch im Schelklinger Stellwerk hängt zum Besipiel ein Betriebsfahrplan von 1923. „Ganz spannend ist die Zeit am Ehinger Bahnhof während des Zweiten Weltkrieges und vor allem am Ende des Zweiten Weltkrieges“, sagt Ulrich Holtz, der mit zwei Zeitzeugen (91 und 98 Jahre alt) sprechen konnte, die ihm viel über die Zeit zwischen 1942 und 1943 am Ehinger Bahnhof erzählen konnten.

Ebenfalls vorkommen soll natürlich die Entwicklung des Güterverkehrs in Ehingen, dazu gehört auch der Anschluss der damaligen Zellstoff AG (heute Sappi) an das Schienennetz sowie Projekte, die nicht verwirklicht wurden. „Es war mal geplant, die Ziegelei Rimmele und sogar das Ehinger Liebherr-Werk an die Schiene anzubinden“, sagt Holtz, der schätzt, dass sein Buch rund 250 Seiten umfassen wird. „Viele Fotos und viele Ansichten werden das Buch bereichern“, macht Holtz deutlich.

Doch nicht nur die Vergangenheit wird Niederschlag in dem Werk finden, sondern auch die Zukunft der Eisenbahn in der Region. „Ein Kapitel blickt nach vorne. Darin wird es unter anderem um die Regio S-Bahn gehen. Zudem werde ich die militärische Nutzung der Bahn begutachten und auch allerlei Kurioses beschreiben“, verrät Ulrich Holtz, der jederzeit dankbar für weiteres Material, seien es alte Fahrpläne, Fotos, Dokumente oder andere Dinge. „Ich bin hauptsächlich interessiert an Dingen aus den 50er Jahren und davor.“

Wer Material zur Eisenbahngeschichte Ehingens hat, kann sich gerne mit Ulrich Holtz unter der Telefonnummer 07391/771472 in Verbidnung setzen.

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