Ehinger Schüler löchern OB Baumann mit Fragen

Lesedauer: 3 Min
Ehinger Schüler haben Oberbürgermeister Alexander Baumann befragt.
Ehinger Schüler haben Oberbürgermeister Alexander Baumann befragt. (Foto: schüle)
Schwäbische Zeitung

Die Klasse 10a der Michel-Buck-GWRS Ehingen ist mit ihrem Lehrer Markus Spitz zu Besuch im Rathaus beim Ehinger Oberbürgermeister Alexander Baumann gewesen, der sämtliche Fragen der Schüler vor der anstehenden Kommunalwahl mit Interesse und Freundlichkeit beantwortete.

Bei den ersten Fragen ging es um seine Biografie und sein Amt. Baumann erklärte den Jugendlichen, dass ihm der Beruf sehr viel Freude bereite und dass er diesen Berufswunsch schon von Anfang an verfolgte, obwohl ein Architekturstudium eine Alternative gewesen wäre.

Auf die Bemerkung, dass die 41 Pflichtwochenstunden nicht ausreichen und er oftmals 50 bis 60 Stunden sowie am Wochenende arbeite, reagierten die Jugendlichen fasziniert. Als Leiter der Stadtverwaltung, Vorsitzender des Gemeinderats und Repräsentant der Stadt sei mehr als genug zu tun. Morgens bearbeite Baumann jedoch zunächst stets seine Dienstpost. Zu einigen allgemeinen Themen äußerte der OB zudem seine eigene Meinung. So wollten die Schüler von ihm wissen, wie er zum Artikel 13 Urheberrechtsgesetz der neuen EU-Verordnung stünde. Interessiert hörte sich Baumann die Argumente der Jugendlichen an, betonte jedoch stets, dass er es für richtig halte, dass Künstler für ihre Arbeit ordnungsgemäß bezahlt werden. Des Weiteren schilderte er, dass es in Ehingen kein generelles Drogenproblem gebe, dennoch man als Kommune bezüglich diesem Thema in engem Kontakt mit der Polizei stünde. Außerdem erklärte Baumann der Klasse ausführlich, wie der Stadtrat wichtige Entscheidungen trifft, was die kommenden Jahre bevorsteht und er betonte dabei mehrfach, wie harmonisch das Gremium zum Wohle der Stadt Ehingen abstimme. In Sachen Digitalisierung wolle der Schulträger die Schulen nicht allein lassen. Baumann signalisierte dabei seine Bereitschaft zur Kooperation. Die Lehrer seien dabei jedoch auch in der Verantwortung, sich im Umgang mit neuen Medien weiterzubilden, damit diese auch sinnvoll genutzt werden.

Auf die Klasse machte er einen sympathischen und humorvollen Eindruck. So antwortete er auf den Wunsch nach mehr Innenstadtbelebung und Partys für Jugendliche, dass er dann aber den DJ machen werde. Zum Abschluss forderte er die Jugendlichen auf, am 26. Mai von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen, um die Demokratie zu stärken.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen