Ehinger Bier fließt gegen Stuttgart 21

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Redaktionsleiter

750 Liter Bier gegen Stuttgart 21: Mit dieser Menge Gerstensaft will eine Privatinitiative in der Landeshauptstadt Geld gegen das Milliarden-Verkehrsprojekt sammeln. Gebraut wird das Bier in der Ehinger Rössle-Brauerei. Chef Julius Buckenmaier sieht die Angelegenheit neutral: „Für mich ist das ein unpolitischer Auftrag.“

In Ehingen braut sich was gegen Stuttgart 21 zusammen. Ein Esel auf dem Flaschenetikett soll die Sturheit im Widerstand der Gegner gegen den Bahnhofs-Neubau Stuttgart 21 symbolisieren.

Als Eselei wollen die Erfinder das Bier„Resist S 21“ aber keineswegs sehen. Vielmehr wollen die Stuttgarter Privatleute Gesine Kulcke, Christoph Wagner und Andrea Schmidt handfestes Geld für das Aktionsbündnis gegen das Großprojekt sammeln. 21 Cent je verkaufter Flasche gehen dorthin.

Bier ist bald erhältlich

Erhältlich ist das Bier in Kürze in drei Stuttgarter Szenekneipen. Am Donnerstag geht es dorthin. Die drei Initiatoren wollen aber nicht zum „Saufen gegen Stuttgart 21“ animieren, fanden allerdings keinen Getränkehersteller für Limonade oder ähnlich Alkoholfreies.

Julius Buckenmaier hat den Auftrag gern angenommen, schließlich braut er seit einigen Monaten auch für andere Auftraggeber -- zum Beispiel die Haltinger Brauerei. Den Ehingern dürfte der Geschmack des Protestbiers übrigens bekannt vorkommen: Es ist das dort bekannte Rössle-Bräu.

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