Ehingen-Süd zu Gast bei defensiv starkem Aufsteiger

Lesedauer: 5 Min
 Auf Verteidiger Jan Deiss (r.) muss der SSV Ehingen-Süd im Spiel beim FV Löchgau verzichten.
Auf Verteidiger Jan Deiss (r.) muss der SSV Ehingen-Süd im Spiel beim FV Löchgau verzichten. (Foto: SZ- mas)

Eine Woche nach dem Derbysieg gegen Olympia Laupheim trifft der SSV Ehingen-Süd in der Fußball-Verbandsliga erneut auf einen Aufsteiger. Die Kirchbierlinger gastieren am Samstag, 22. September, 15.30 Uhr, beim FV Löchgau. Wie Laupheim ist auch Löchgau nur ein Jahr nach dem Abstieg ins Verbandsoberhaus zurückgekehrt und gut in die Saison 2018/19 gestartet. Sieben Punkte holte der FVL aus seinen fünf Spielen, nur zwei weniger als Ehingen-Süd.

Das erste Verbandsliga-Jahr endete bitter für Löchgau: Am letzten Spieltag im Juni 2016 rutschte der FVL durch die eigene Niederlage und Siege der Konkurrenten Wangen und Schwäbisch Hall in die Abstiegszone. Ein Jahr später gelang der Wiederaufstieg, als Tabellenzweiter der Landesliga musste der Verein aber in die Verlängerung, doch setzte man sich in den Entscheidungsspielen gegen die Landesligisten Zimmern (5:4 nach Elfmeterschießen) und Berg (1:0 nach Verlängerung) und am Ende auch in der Relegation gegen Rutesheim (3:2 nach Verlängerung) durch – wobei das Relegationsspiel letztlich bedeutungslos war, weil nach dem Aufstieg des Verbandsliga-Zweiten Ilshofen in die Oberliga Rutesheim in der Liga blieb.

26 Gegentore in 30 Spielen

Auffällig war beim FV Löchgau nicht nur in den K.-o.-Spielen, sondern schon in der gesamten vergangenen Landesliga-Saison: Die große Stärke der Mannschaft von Trainer Thomas Herbst ist die Defensive. In 30 Landesliga-Spielen kassierte der FVL nur 26 Gegentore, Bestmarke der Liga. Dass Löchgau selbst nur 44 Treffer erzielte, fiel weniger ins Gewicht, denn am Saisonende stand nur Meister Breuningsweiler besser da. Ihren Charakter demonstrierte die Mannschaft bisher auch in der Verbandsliga, 4:6 lautete das Torverhältnis nach fünf Spieltagen – es wirkt fast wie ein Gegenentwurf zum SSV Ehingen-Süd (Torverhältnis: 12:11), in dessen Partien deutlich mehr Treffer gefallen sind.

Es ist nicht gesagt, dass die Zuschauer am Samstag in Löchgau eine torarme Begegnung erwartet, auch nicht, ob auf den SSV Ehingen-Süd beim bislang vor heimischem Publikum zweimal siegreichen FVL (1:0 gegen Albstadt, 3:2 gegen Tübingen) ein Geduldsspiel zukommt. „Wir sind so aufgestellt, dass wir erst einmal auf uns schauen“, sagt SSV-Trainer Michael Bochtler. „Wir müssen dem Gegner Kopfzerbrechen bereiten.“ Nicht umgekehrt. Süd will an die gute Leistung im Derby gegen Laupheim (4:1) anknüpfen, auch bei der Aufstellung wird sich nach Worten Bochtlers wenig ändern – Kapitän Jan Deiss wird allerdings aus privaten Gründen in Löchgau fehlen und in der Innenverteidigung voraussichtlich von Jan-Luca Daur ersetzt. „Er hatte eine gute Trainingswoche, es spricht alles für ihn“, sagt Bochtler

Trainer auf Lehrgang

Zunächst drohte neben Deiss noch ein weiterer Verteidiger auszufallen: Fabian Sameisla und Laupheims Angreifer Simon Dilger waren im Spiel mit den Köpfen zusammengestoßen. Sameisla hielt durch, klagte am Abend des Spiels aber über Kopfschmerzen und setzte zu Beginn der Woche auch mit dem Training aus. Am Donnerstag kehrte der Routinier auf den Trainingsplatz zurück. „Es ist wieder okay“, sagt Bochtler, der wegen eines Lehrgangs am Wochenende im hessischen Grünberg selbst nicht mit nach Löchgau fahren und von Co-Trainer Michael Turkalj vertreten wird.

Ebenfalls nicht im Kader ist Daniel Weber, der gegen Laupheim kurz vor Schluss eingewechselt wurde. Weber, der fast ein Jahr ausgefallen war, soll am Sonntag für die „Zweiten“ von Ehingen-Süd auflaufen und nach seiner langen Verletzung „Wettkampfpraxis sammeln“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen