Ehingen-Süd trifft auf die Wundertüte Calcio

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Der SSV Ehingen-Süd (Timo Barwan, r.) will das erste Heimspiel des Jahres gewinnen.
Der SSV Ehingen-Süd (Timo Barwan, r.) will das erste Heimspiel des Jahres gewinnen. (Foto: SZ-archiv Manfred Scherwinski)
Leiter Lokalredaktion Ehingen

In der Fußball-Verbandsliga bestreitet der SSV Ehingen-Süd das erste Heimspiel des Jahres (Samstag, 15 Uhr). Dementsprechend groß ist auch die Vorfreude von Trainer Michael Bochtler auf die Partie. Mit Calcio Leinfelden-Echterdingen kommt allerdings eine Truppe in die Pfarrei, die man durchaus als Wundertüte der Liga bezeichnen kann. An einem guten Tag kann Calcio jeden schlagen, an einem schlechten Tag aber auch haushoch verlieren.

„Es ist ein Lotteriespiel gegen Calcio. Kaum eine Mannschaft ist so schwer einzuschätzen“, sagt Michael Bochtler und erklärt: „Calcio kann sehr guten Tempofußball spielen. Sie können giftig und unglaublich zweikampfstark sein. Aber eben auch genau das Gegenteil ist bei Calcio möglich.“ Und Bochtler sagt das nicht ohne Grund. Denn auch die bisherigen Duelle mit Calcio hätten unterschiedlicher nicht sein können. 2017 verlor Süd mit 1:3, im Mai 2018 schlugen die Pfarreifußballer Calcio mit 4:1, im September 2018 setzte es wiederum für Süd eine 5:1-Packung. „Sobald die ins Rollen kommen, wird es unglaublich schwer für uns.“ Deswegen lautet die oberste Devise am Samstag, Calcio eben nicht in jenes Rollen kommen zu lassen. „Ich werde meine Jungs so einstellen, dass sie wissen, dass sie auf einen topmotivierten Gegner treffen. Wir müssen schneller sein, wir müssen giftiger sein und wir müssen immer einen Fuß dazwischen haben. Wir müssen Calcio den Spaß am Fußball nehmen“, betont Michael Bochtler, der weiß, dass die Gäste gegen seine Mannschaft mächtig unter Druck stehen. „Calcio ist mit zwei Niederlagen gestartet. Zu Beginn der Saison wollte die Mannschaft unter die ersten Drei kommen“, so Bochtler. Aktuell liegt Calcio aber mit 21 Punkten hauchdünn vor der Abstiegszone. Eine Zone, der Ehingen-Süd auf jeden Fall fern bleiben möchte. „Wir brauchen jeden Punkt. Wir müssen auch nach dem Motto ,mühsam ernährt sich das Eichhörnchen’ arbeiten“, sagt Bochtler, der sich und seine Truppe noch längst nicht vor dem Abstieg gerettet sieht. „Es sind lediglich sechs Punkte Abstand. Und wer weiß, vielleicht gibt es dieses Jahr einen verschärften Abstieg mit fünf direkten Absteigern“, so Bochtler, der daher deutlich macht, dass er von seinen Jungs am Samstag einen Sieg beim Heimspiel erwartet. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Fabio Schenk (Grippe), Max Vöhringer (konnte nicht trainieren) und Georgios Sarigiannidis. Daniel Haas wird aufgrund von Leistenproblemen laut Bochtler defintiv ausfallen. „Hinzu kommen ein paar angeschlagene Spieler, die nicht zu 100 Prozent fit sind.“ Drei Punkte hat der Kirchbierlinger Trainer aber dennoch auf seiner Forderungsliste. „Es geht auch darum, als Ehingen-Süd den Konkurrenten ein klares Signal zu senden. Wir wollen unseren guten Tabellenplatz verteidigen.“

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