Ehingen-Süd im Topspiel zu Gast in Hollenbach

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 Fabian Sameisla (l.) trifft mit Ehingen-Süd auf Hollenbach mit Fabian Czaker, Top-Torjäger der Verbandsliga.
Fabian Sameisla (l.) trifft mit Ehingen-Süd auf Hollenbach mit Fabian Czaker, Top-Torjäger der Verbandsliga. (Foto: SZ- mas)

In der Fußball-Verbandsliga ist der SSV Ehingen-Süd am heutigen Samstag, 3. November, beim FSV Hollenbach in der Jako-Arena zu Gast (Anpfiff: 14.30 Uhr). Nach durchwachsenem Saisonstart sind die Hollenbacher seit sechs Spielen ungeschlagen und auf Rang drei geklettert – mit Tuchfühlung zum Spitzenduo Rutesheim/Dorfmerkingen. Ehingen-Süd steht als Tabellenfünfter kaum schlechter da und hat die Chance, sich mit einem Sieg in Hollenbach auf Rang drei zu verbessern.

Michael Bochtler war am ersten Spieltag Mitte August unter den Zuschauern im Laupheimer Olympia-Stadion, als Hollenbach sein Auftaktspiel zwar mit 2:1 gewann, aber aus Sicht des SSV-Trainers nicht überzeugte. „Da hat noch nicht viel gepasst“, erinnert sich Bochtler, der das auf den kleinen Umbruch vor der Saison zurückführte. „Hollenbach hatte einige Abgänge.“ Die Mannschaft wurde verjüngt und benötigte Zeit, „um zueinanderzufinden“. Der Prozess ist schnell und weit fortgeschritten, kein Verbandsligist war in den vergangenen Wochen erfolgreicher als das Team von Trainer Martin Kleinschrodt. Seit sechs Spielen ist der FSV ungeschlagen, bei fünf Siegen und einem Unentschieden. Zuletzt gewann Hollenbach viermal in Folge und kassierte in den vergangenen drei Partien kein Gegentor.

Vor einer Woche setzte sich Hollenbach in Neckarrems mit 1:0 durch – ein Erfolg ohne Glanz. „Das letzte Spiel in Neckarrems hat gezeigt, dass wir auch schwierige Spiele annehmen“, wird Kleinschrodt zitiert. „Es liegt einem ja nicht jede Mannschaft.“ Dass Neckarrems ein unangenehmer Gegner ist, bestätigt Bochtler. „Dort muss man erst einmal gewinnen.“ Den Kirchbierlingern ist das auch gelungen, eine Woche zuvor gewann Süd mit 3:2 in Neckarrems. Die Bilanz von Bochtlers Team in den vergangenen Wochen lässt sich ebenfalls sehen – seit Anfang September ging nur eines von sieben Spielen, zu Hause gegen Sindelfingen, verloren. Und vor einer Woche gegen Breuningsweiler setzte Süd mit dem 10:0 ein dickes Ausrufezeichen. Wie Hollenbach „machen auch wir zurzeit einen stabilen Eindruck“, sagt Trainer Bochtler, der im Duell des Tabellendritten gegen den -fünften ein „interessantes Spiel“ erwartet.

Großen Respekt haben die Hollenbacher, wie sie in der Vorschau auf die Begegnung schreiben, vor der Spielweise der Kirchbierlinger. „Die sind verdammt gut in Umschaltspiel. Darauf müssen wir achten“, sagt Kleinschrodt. Sein Kirchbierlinger Kollege Bochtler war insbesondere mit dem Flügelspiel seiner Mannschaft zuletzt zufrieden. „Was wir von außen gezeigt haben, ist stark. Wie viel wir über außen vorbereitet haben, gibt einem Gegner schon zu denken.“

Allerdings hat auch Hollenbach Spieler, die einem Gegner Kopfzerbrechen bereiten – allen voran Fabian Czaker, mit neun Treffern zusammen mit Laupheims Simon Dilger bisher Top-Torschütze der Liga. „Er ist in der Lage, eine ganze Abwehr zu beschäftigen“, sagt Bochtler. Um den physisch starken Czaker in den Griff zu bekommen, rückt der erfahrene Fabian Sameisla, den der Trainer zuletzt im Mittelfeld aufbot, in den Abwehrreihe zurück – zumal Bochtler auf Kapitän Jan Deiss (privat verhindert) und Fabio Schenk (studien-/berufsbedingt eingespannt) verzichten muss. Wieder im Kader ist nach auskurierter Krankheit Noah Gnandt, zudem fährt womöglich Lukas Schick mit nach Hollenbach; der Außenverteidiger, der lange verletzt war und seit Anfang Oktober studiert und sich am Studienort bei einem Bezirksligisten fit hält, war in den Herbstferien zu Hause in Kirchbierlingen und im Training.

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