Ehingen gegen Mietingen: Derby und Duell gegen den Abstieg

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Weil Innenverteidiger knapp sind bei der TSG Ehingen, hofft man auf die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Kapitäns Thomas Sch
Weil Innenverteidiger knapp sind bei der TSG Ehingen, hofft man auf die Rückkehr des zuletzt angeschlagenen Kapitäns Thomas Schubert (r., hier gegen Altheim). (Foto: SZ-Archiv: thw)

Nach den Duellen mit Balingen II und Weingarten über Ostern treffen die Landesliga-Fußballer der TSG Ehingen erneut auf ein abstiegsgefährdetes Team. Am Samstag, 7. April, 15 Uhr, empfängt die TSG den Tabellenelften SV Mietingen zum Derby. Ausgetragen wird die Partie auf dem Kunstrasen am Wenzelstein.

Ursprünglich war die Partie im Stadion vorgesehen, aber trotz der erwarteten rund 20 Grad am Samstag bleibt die TSG auf vertrautem Geläuf. „Wir wollen auf Kunstrasen spielen“, sagt TSG-Trainer Roland Schlecker. Die TSG trainierte in den vergangenen Wochen auf Kunstrasen und trug ihre bisherigen Heimspiele nach der Winterpause ebenfalls am Wenzelstein aus. So wurde kurzerhand mit Türkgücü Ehingen getauscht, deren A-Junioren ihr Heimspiel am Samstagnachmittag auf Kunstrasen austragen sollten.

Die Bedeutung der Partie für die TSG Ehingen ist groß: Nachdem die Mannschaft von Roland Schlecker am Osterwochenende drei von möglichen sechs Punkten geholt hat (Sieg gegen Weingarten, Niederlage in Balingen), hat sie sich zwar vom letzten Platz gelöst, es aber verpasst, sich weiter als auf Platz 16 vorzuschieben. Dennoch: Von Platz neun trennen die Ehinger gerade einmal vier Punkte. Vier Punkte mehr als die TSG hat auch der SV Mietingen, der an Ostern erstmals seit der Winterpause einen Sieg verbuchte – der mit 4:1 gegen Weingarten am Karsamstag deutlich ausfiel. Zwei Tage später, am Ostermontag, bekam es die TSG Ehingen mit Weingarten zu tun und hatte deutlich mehr Mühe beim 2:1. In der Offensive schätze er die Mietinger stärker ein als Weingarten, sagt Roland Schlecker, der den Gegner aus der vergangenen Saison kennt, als er noch Trainer von Olympia Laupheim II war und in der Bezirksliga Riß auf den SVM traf. „In der Offensive haben die Mietinger ihre Qualitäten und schnelle Spieler.“

Der spielende Co-Trainer Christian Glaser, der früher für Laupheim in der Verbandsliga kickte, ist der wohl bekannteste Akteur beim SV Mietingen. „Ein sehr erfahrener Spieler, der aus dem Mittelfeld immer wieder nach vorne stößt. Aber er ist nicht der einzige, auf den man achten muss“, sagt Schlecker, der auf Ben Rodloff, Roland Mayer, Andreas Bösch und Robin Ertle verweist. Angreifer Ertle ist mit acht Treffern bester Torschütze des Aufsteigers aus dem Bezirk Riß, traf zuletzt gegen Weingarten zweimal. Ein bekannter Name finde sich im Mietinger Mittelfeld: Marcel Rolser ist der Bruder von Nicole und Nadine Rolser, die in der Jugend einst für Munderkingen gekickt hatten und später in der Bundesliga und zu Top-Vereinen im Ausland wechselten.

Mangel an Innenverteidigern

Die Ehinger Defensive dürfte gefordert werden vom Mitaufsteiger. Allerdings fehlt der TSG am Samstag neben dem gesperrten Daniel Post (Dauer der Sperre nach dem Platzverweis wegen Tätlichkeit in Balingen ist laut Schlecker noch offen) mit Matthias Soukup (beruflich verhindert) ein weiterer Innenverteidiger. Sollten Jan Hadamitzky (Sprunggelenksverletzung) und Kapitän Thomas Schubert (Zerrung), die gegen Weingarten nicht im Kader waren, erneut ausfallen, hat Trainer Schlecker noch eine knifflige Personalfrage zu lösen: wen er neben den vom defensiven Mittelfeld in die Abwehrzentrale zurückgezogenen Patrick Mrochen spielen lässt. Möglich ist, vom bisherigen System abweichend, auch eine Dreierkette, aber darüber entscheidet Schlecker erst nach dem Abschlusstraining am Freitagabend oder gar erst kurz vor dem Spiel. Womöglich ist Schubert oder Hadamitzky wieder einsatzbereit, die am Mittwoch ein Lauftraining absolvierten.

Der Fokus in der Vorbereitung auf das Mietingen-Spiel lag aber nicht auf der gegen Weingarten gut stehenden Defensive, sondern auf dem Spiel nach vorne, das in der zweiten Halbzeit, als Weingarten drängte, dem Trainer gar nicht gefiel. Zu schnell wurden die Bälle verloren. „Wir müssen mehr Entlastungsangriffe erzeugen“, sagt Schlecker. „Wir haben viel zu wenig aus Kontersituationen gemacht.“

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