Digitalisierungsregion erhält knapp 100 000 Euro

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ARCHIV - 16.10.2014, Friedrichshafen: ILLUSTRATION - Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu K
ARCHIV - 16.10.2014, Friedrichshafen: ILLUSTRATION - Ein Netzwerk-Kabelstecker leuchtet in der Netzwerkzentrale einer Firma zu Kontrollzwecken rot. Bei der zunehmenden Digitalisierung muss auch die Sicherheit und der Schutz der Privatsphäre gewährleistet sein. Bundesforschungsministerin Karliczek (CDU) und ihre hessische Ressortkollegin Dorn (Grüne) stellen am Mittwoch (04.12.2019) das neue Cybersicherheitszentrum „Athene“ in Darmstadt vor. (Foto: Kästle/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die Landesregierung fördert den Aufbau regionaler KI-Labs mit 2,3 Millionen Euro. Die Region Ulm-Alb-Donau-Biberach profitiert nun auch davon.

„Künstliche Intelligenz ist eine der zentralen Zukunftstechnologien. Für viele mittelständische Unternehmen in der Region aus unterschiedlichsten Branchen wird sie künftig von zentraler Bedeutung sein. Es ist daher hervorragend, dass unsere Ministerin Nicole Hofmeister-Kraut die Initiative ergreift und mit der Schaffung eines landesweiten Netzwerks der KI-Labs, hier bundesweit Vorreiter ist. Großartig ist natürlich auch, dass unserer Region dabei über das Konsortium der Digitalisierungsregion Ulm-Alb-Donau-Biberach und der bwcon GmbH ein Fördervolumen von 99 470 Euro zu Teil wird. Der Einsatz hat sich also gelohnt“, sagt der Landtagsabgeordnete des Alb-Donau-Kreises Manuel Hagel.

Modellhafter Aufbau

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg fördert den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Mittelstand durch den modellhaften Aufbau regionaler KI-Labs mit 2,3 Millionen Euro und fördert dazu insgesamt 19 „Regionale Labore für Künstliche Intelligenz“ (KI-Labs). Die Maßnahme ist Teil des „Aktionsprogramms KI für den Mittelstand“ der Landesregierung. „Künstliche Intelligenz ist die Schlüsseltechnologie für die Wertschöpfung und die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft im Land. Es gibt kaum ein Feld der Digitalisierung, das solch hohe Wachstumsraten erwarten lässt. Aber der internationale Wettbewerb ist hart. Wenn wir von diesem Wachstum profitieren wollen, muss ‚KI made in Baden-Württemberg‘ zur Marke werden und wir müssen die Kommerzialisierung von KI entschlossen vorantreiben“, so die Wirtschaftsministerin.

Regionale Träger

Das Wirtschaftsministerium fördert den Aufbau der KI-Labs mit rund 1,8 Millionen Euro über einen Zeitraum von bis zu 15 Monaten. Die regionalen Träger leisten einen Eigenbeitrag in Höhe von insgesamt 0,85 Millionen Euro. Um die einzelnen Labs bei ihrer Arbeit ganz praktisch zu unterstützen und einheitliche Qualitätsstandards zu etablieren, investiert das Land weitere 0,5 Millionen Euro. Das Konzept und die Instrumente werden gemeinsam vom Digitalen Innovationszentrum DIZ, dem Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation und dem Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart entwickelt.

„Die Labore sollen dazu beitragen, dass kleine und mittlere Unternehmen vor Ort das Potenzial von KI erkennen, konkrete Einsatzmöglichkeiten in ihrem Branchen- und Betriebs-Umfeld identifizieren und erste Schritte in Richtung KI-Anwendungen gehen können. Der Ansatz der Dezentralität ist mir dabei besonders wichtig. Denn nur wenn man bei solchen Programmen auch die unsere ländlichen Regionen im Fokus hat, kann Baden-Württemberg wirklich zu einer Vorreiterregion in Sachen KI werden“, so Manuel Hagel abschließend.

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