Die Realschule präsentiert sich in ihrer ganzen Vielfalt

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Der Andrang beim Tag der offenen Tür war enorm groß.
Der Andrang beim Tag der offenen Tür war enorm groß. (Foto: SZ- kö)

Viele Viertklässler mit ihren Eltern haben sich am Dienstag in der Mensa gedrängt, um die Realschule Ehingen genauer kennenzulernen. Überall hingen große Plakate „Herzlich willkommen in der Realschule“, die Bläserklasse begrüßte die Gäste musikalisch, in den Klassenräumen präsentierten sich Fächer wie Technik, Alltagskultur, Französisch, Physik, Biologie und Chemie.

Mit Süßigkeiten waren die Kinder in Gruppen eingeteilt worden und zogen mit älteren Schülern durchs Haus. „Die Eltern müssen hier bleiben und nachsitzen“, begrüßte Rektor Alexander Bochtler sie und stellte seine Schule vor. Aktuell gibt es 678 Schüler in 24 Klassen, die von 46 Lehrern unterrichtet werden. „Aber wir sind eine eigenständige Schule, haben Sporthalle, Sportplatz und Schwimmbad, die Busanbindung ist optimal, bei uns geht kein Kind verloren“, versicherte Bochtler den Eltern. Ab der siebten Klasse können die Schüler wählen zwischen Französisch als zweiter Fremdsprache, Technik und Alltagskultur. Informatik ist in der 7. Klasse Pflicht, später Wahlfach. Ungefähr zehn Prozent der Schüler schließen nach Klasse neun mit dem Hauptschulabschluss ab, die anderen machen nach sechs Jahren den mittleren Bildungsabschluss. Es gibt auch ab Klasse fünf einen bilingualen Zug, für musikalische Kinder ist in Klasse fünf und sechs eine Bläserklasse eingerichtet, danach musizieren sie im Schulorchester Windpower Wenzelstein.

Inzwischen hatten sich die Kinder mit den älteren Schülern auf den Weg durchs Schulhaus gemacht. Im Technikraum durften sie unter Aufsicht der Lehrer Felix Pfeifer und Felix Gläsle Stifthalter aus Holz herstellen, das Holz abschmirgeln, verschieden große Löcher bohren. „Sieht gut aus, lobte Pfeifer. Aus Allmendingen ist eine ganze Schulklasse gekommen, Emma hat eigentlich eine Gymnasialempfehlung. „Ich will mir aber ansehen, was die Schulen so machen“, sagte sie. Antonia aus Sontheim will sich zwischen der Realschule Ehingen und Obermarchtal entscheiden. Bastian aus Griesingen möchte unbedingt auf die Realschule, zwei Freunde vom ihm sind schon da. Ein Drittel aller Schüler wählen Technik in Klasse sieben, der Anteil der Mädchen wird größer, erzählten die Lehrer. Lautes Hämmern aus dem Raum gegenüber verriet, hier wurden Schlüsselanhänger mit den Besuchsschülern gebastelt. Die Mädels aus Klasse sieben betreuten sie. „Ich habe mich um vier gekümmert“, sagte eine stolz. Leckerer Duft aus der Schulküche bedeutete, dass hier die Französischschüler mit ihren neuen Mitschülern Croissants gebacken haben. Jakob aus Klasse acht beaufsichtigte sie und verrät: „Ich fühle mich von allen Fächern in Französisch am wohlsten.“ Mit den Eltern sei er schon in Paris gewesen und konnte sich dort selbst etwas zu essen bestellen. Während die Croissants im Ofen waren, hörten die Kinder französische Lieder wie „Frère Jaques“. „18 bis 20 Kinder wählen ab Klasse sieben Französisch“, berichtete Lehrerin Laura Schmid. Auch bei den Schulsanitätern, die bei Sportevents und in der Pause die Aufsicht haben, machten die Besuchsgruppen Station.

Am spektakulärsten war es bei Robert Ganser im Physiksaal. Er hatte Schokoküsse unter einer Glocke an eine Vakuumpumpe angeschlossen und entzog der Glocke langsam die Luft, die Schokoküsse wurden immer größer und fielen in sich zusammen, als Ganser die Luft wieder zuführte. Geschmeckt haben sie nach dem Experiment fast noch besser als vorher. Ralf und Bettina Mayer aus Altsteußlingen waren inzwischen zu ihrem Sohn gestoßen. „Wir haben einen Sohn hier und einen im Gymnasium und sind offen für alles“, versicherte sie bei der Wahl der richtigen Schule für den dritten Sohn.

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