Deutlicher Sieg für Süd zum Auftakt

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 Hannes Pöschl (vorn, hier im Testspiel gegen Berg) traf zweimal beim 5:0-Sieg des SSV Ehingen-Süd in Tübingen.
Hannes Pöschl (vorn, hier im Testspiel gegen Berg) traf zweimal beim 5:0-Sieg des SSV Ehingen-Süd in Tübingen. (Foto: SZ- aw)

Geglückter Start für den SSV Ehingen-Süd ins Punktspieljahr 2019: Die Mannschaft von Trainer Michael Bochtler setzte sich am ersten Spieltag der Fußball-Verbandsliga nach der Winterpause bei der TSG Tübingen mit 5:0 durch. Nach der torlosen ersten Halbzeit fing es Schlag auf Schlag, innerhalb von etwas mehr als 20 Minuten fielen die fünf Treffer für die Gäste.

„Vom Ergebnis her bin ich sehr zufrieden“, sagte Michael Bochtler. Kein Gegentor kassiert, etliche Treffer erzielt: Besser hätte der Auftakt nach der dreimonatigen Winterpause kaum sein können für den Tabellensechsten. Mit dem Spiel seiner Mannschaft war der Trainer aber nur bedingt einverstanden – in den ersten 45 Minuten sah Bochtler noch sehr viel Luft nach oben. „Mit der ersten Halbzeit war ich gar nicht zufrieden, vor allem mit dem Spiel nach vorn. Das war zu umständlich, zu fehlerhaft, wir haben kaum einmal richtige Entscheidungen getroffen“, sagte er. Auch in der Defensive haperte es noch, „da waren wir oft zu langsam“.

Dennoch seien die Tübinger kaum zu Chancen gekommen, was aber gleichermaßen für den SSV Ehingen-Süd galt. Ein paar Konter der Gäste waren im Ansatz gefährlich, doch entweder unterband die Heimelf die Angriffsversuche oder der Pass in die Spitze fand keinen Adressaten. „Klare Torchancen hatten wir nicht“, sagte Bochtler. 45 Minuten lang war bei beiden Mannschaften noch viel Sand im Getriebe.

Das änderte sich nach dem Wechsel und großen Anteil daran hatte die TSG Tübingen, die den Gästen in die Spur half. Nicht einmal zwei Minuten waren nach Wiederanpfiff vorüber, da lenkte Lukas Hartmann eine Hereingabe von Timo Barwan über Torhüter Stefan Baumann hinweg ins eigene Tor. Vier Minuten später fiel das 2:0 für Süd, wieder begünstigt durch einen Abwehrschnitzer: Diesmal hatten die Gäste den Ball über die rechte Seite in Richtung TSG-Strafraum getrieben; Max Vöhringer passte in die Mitte, Torwart Baumann ließ den Ball durchrutschen und Hannes Pöschl vollstreckte ohne Probleme.

Die zwei Tore „haben dem Gegner den Mut und den Glauben genommen“, sagte SSV-Trainer Michael Bochtler. „Danach war Tübingen wie ausgewechselt.“ Die Heimmannschaft ließ dem Gegner viel Raum und leistete sich etliche Fehler im Spielaufbau. Hingegen kam Ehingen-Süd richtig in Schwung und die Gäste nutzten die Schwächen des Gegners gnadenlos aus. Mit einem Doppelschlag innerhalb einer Minute erhöhten Timo Barwan und Hannes Pöschl auf 4:0 (64.). Kurz darauf erhielten die Kirchbierlinger nach einem Handspiel im Strafraum einen Elfmeter, Barwan erzielte in der 70. Minute das 5:0.

Dass die Partie so klar in Richtung der Gäste gekippt war, lag aber nicht nur an den Nachlässigkeiten und am rasch schwindenden Widerstand der TSG, sondern auch am SSV. In der zweiten Halbzeit „haben wir nach vorn gut gespielt und hinten wenig zugelassen“, sagte Trainer Bochtler. Der Sieg hätte am Ende sogar noch deutlicher ausfallen können. Nach dem 0:5 waren noch etwas mehr als 20 Minuten zu spielen und man musste das Schlimmste befürchten für die Tübinger. Weitere Treffer fielen jedoch nicht, obwohl Gelegenheiten dazu vorhanden waren. „War hatten schon noch Chancen zum sechsten oder siebten Tor“, sagte Bochtler.

Andererseits kam auch Tübingen noch gefährlich in den gegnerischen Strafraum, wenn auch nur selten. Ihre beste Chance hatte die Heimelf erst wenige Minuten vor dem Ende – „da wäre aber nichts mehr passiert“, so Michael Bochtler. Die Gelegenheit brachte der TSG nichts ein, der SSV Ehingen-Süd blieb in seinem ersten Spiel nach der Winterpause ohne Gegentor.

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