Dettingens Durchmarsch

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Ein gewohntes Bild: Die SG Dettingen beim Torjubel.
Ein gewohntes Bild: Die SG Dettingen beim Torjubel. (Foto: SZ- no)
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Die Trainer der Bezirksliga-Teams der Frauen aus der Region ziehen Bilanz über das vergangene Fußballjahr. Alle drei Mannschaften konnten ihre Saisonziele erreichen. Die SG Dettingen und die SG Öpfingen steigen in die Regionenliga auf. Der SV Granheim II kann sich den Klassenerhalt sichern.

Dettingen: Die Fußballerinnen der SG Dettingen hatten in der vergangenen Saison gleich zwei große Erfolge zu feiern. Neben der Meisterschaft in der Bezirksliga gewann das Team um Trainer Patrick Baier auch die Hallenfußball-Bezirksmeisterschaft.

Den Fußballerinnen der SG Dettingen gelingt ein Jahr nach der Meisterschaft in der Kreisliga, der Durchmarsch in der Bezirksliga. „Wir haben die Euphorie des Aufstiegs mitgenommen“, sagt SGD-Trainer Patrick Baier. Sein Saisonziel war von Beginn an eine der besten Mannschaften der Liga zu werden. Das Ziel haben Baier und seine Spielerinnen erreicht. Ab dem ersten Spieltag konnten sich die Fußballerinnen der SG Dettingen an der Tabellenspitze etablieren. Mit dem SV Unlingen, dem SV Weithart und der SG Öpfingen gestaltete sich das Spielgeschehen im oberen Bereich der Tabelle laut Baier „interessant“. „Vielleicht hatten wir das eine oder andere mal auch einfach Glück gegen diese Mannschaften zu gewinnen, aber wir haben gut dafür trainiert und alles gegeben“, sagt Baier. Gründe für den Erfolg seiner Mannschaft sieht Baier darin, dass seine Spielerinnen nach eigener Aussage im Training gut mittrainiert und in jedem Spiel das Bestmögliche abgerufen haben. „Was mir gut gefallen hat war, dass wir als Team gemeinsam gekämpft haben“, so Baier.

In der vergangenen Winterpause kann die SG Dettingen auch in der Hallensaison überzeugen. Baiers Team setzte sich im Rahmen der Bezirksmeisterschaft gegen zehn teilnehmende Mannschaften durch und gewann das Finale gegen die SG Altheim mit 1:0. „Nach dem unerwarteten Sieg in der Hallenbezirksmeisterschaft ging es für uns weiter bergauf“, so Baier.

Einen kleinen Dämpfer gab es für die Fußballerinnen der SG Dettingen allerdings im Pokalwettbewerb. Nach einer 0:6-Niederlag gegen den SC Blönried schied das Team um Baier im Halbfinale aus.

In der Liga stand die SG Dettingen bereits zwei Wochen vor Saisonende als Meister fest. Mit sechs Punkten vor dem Verfolger aus Öpfingen stand Dettingen am letzten Spieltag mit insgesamt 44 Punkten an der Tabellenspitze. Dettingen musste lediglich zwei Unentschieden einstecken und verlor keines der weiteren 14 Spiele. Mit einem Torverhältnis von 57:13 wies die Mannschaft aus Dettingen die beste Bilanz der Liga auf. Annika Barth war mit 20 Treffern die beste Dettinger Torschützin, gefolgt von Nina Auburger mit neun Treffern. Mit dem 3:0-Sieg auf heimischem Rasen gegen den SV Uttenweiler II rundete Dettingen am letzten Spieltag eine gelungene Saison ab und nahm den Meisterwimpel in Empfang. Stolz ist Baier vor allem darauf, dass seine Fußballerinnen seit der Gründung vor zwei Jahren noch kein Punktspiel zu Hause verloren haben.

Für die nächste Saison in der Regionenliga setzt sich Baier das Ziel, die Klasse zu halten. Obwohl viele der ehemaligen TSG-Spielerinnen die Liga noch kennen dürften, will Baier sich auf sein Team konzentrieren. „Wir befinden uns immer noch im Aufbau und werden dafür trainieren, die Klasse halten zu können“, so Baier. Anfang August will er dafür mit der Vorbereitung beginnen. Für die kommende Saison bleibt Baier der SG Dettingen als Trainer erhalten. Dagegen werden Jennifer Holzschuh (Auslandsjahr) und Carina Lehner (SV Granheim) dem Dettinger Kader nicht mehr zur Verfügung stehen. Zuwachs gibt es zum einen aus der Munderkinger Jugend von Lina Walter und zum anderen von Natascha Hummel (SV Sulmetingen) und Lena Sauter (SV Unlingen).

Öpfingen: Nach spannenden Spielen in der Schlussphase der Saison kletterte die SG Öpfingen auf den zweiten Tabellenplatz. Nach dem Sieg im Entscheidungsspiel um die Relegation in die Regionenliga 5, gab es für die Mannschaft um SGÖ-Trainer Cemal Güney den Aufstieg in die nächst höhere Liga zu feiern.

Zufrieden blickt Güney auf die vergangene Saison zurück. „Ich habe zu Beginn der Saison eine intakte Mannschaft übernommen“, so Güney. Je mehr Spiele er und sein Team zusammen bestritten hatten, desto mehr ist die taktische Spielveranlagung seiner Spielerinnen nach eigener Aussage gereift. Aus den 16 Spielen nahm Öpfingen 38 Punkte mit und erreichte ein Torverhältnis von 52:15 Toren. Es gab zwölf Siege, zwei Niederlagen und zwei Unentschieden. Tatjana Bitterle erzielte mit 16 Treffern die meisten Saisontore der SGÖ. Nachdem es in der Vorrunde lediglich für Rang drei der Tabelle reichte, kletterte die SG in der Rückrunde auf Platz zwei. „Der spielerische Fleiß und die gute Trainingsbeteiligung wurden belohnt“, sagt Güney. Er betont, dass seine Mannschaft in der Rückrunde lediglich zwei Gegentore einstecken musste und sich in den entscheidenden Duellen gegen den SV Unlingen (5:1 Sieg) und den FV Weithart (0:0) gut präsentierte. Im Entscheidungsspiel um die Relegation in die Regionenliga gegen den ebenfalls zweitplatzierten Bezirksligisten (Bezirk-Alb) TSV Dettingen/Erms gewann Öpfingen deutlich mit einem 3:1.

In der nächsten Saison wird die SG Öpfingen zusammen mit Trainer Güney in der Regionenliga 5 auflaufen. „Unser Saisonziel für die kommende Runde wird sein, die Liga zu halten und uns am besten gleich im oberen Drittel zu etablieren“, sagt Güney. Für dieses Vorhaben gibt es für den Öpfinger Kader Zuwachs aus der eigenen Jugend von Pia Hummel, Michelle Braig, Laura Engel und Theresa Volz. Ebenfalls wechseln Selina Tomasi (SV Sulmetingen) und Asena Traniverdi (SSG Ulm 99) zur SG Öpfingen. Melanie Ströbele beendet ihre Fußballkarriere. Johanna Dolpp verbringt sechs Monate im Ausland.

Granheim II: „Unsere Saisonziele waren es den Klassenerhalt zu erreichen und junge Spielerinnen an die erste Mannschaft heranzuführen“, so SVG-Trainer Reinhold Oßwald. Die Saison verlief für die Älblerinnen aber durchwachsen. Man zeigte laut Oßwald oft gute spielerische Leistungen, doch haperte es gerade in der Vorrunde der Saison im Torabschluss. „Dadurch gingen uns oft Punkte verloren, die wir verdient gehabt hätten“, so Oßwald.

Nachdem seine Mannschaft in der Winterpause auf dem achten Tabellenplatz, und damit dem Relegationsplatz lag, galt es für Oßwald und sein Team in der Rückrunde „eine Schippe drauf zu legen“. Für Oßwald waren die Rückrundenduelle gegen den SV Sigmaringen (6:0-Sieg), den SV Uttenweiler II (2:0-Sieg) und das Spiel gegen die SG Öpfingen (2:3-Niederlage) eine der besten Spiele seiner Mannschaft. „Wir haben bis zum Schluss gekämpft und als Mannschaft zusammen gespielt, um den Relegationsplatz zu verlassen“, lobt Oßwald. Auch mit der Torausbeute gibt sich Oßwald zufrieden. „Auch wenn es in der Vorrunde noch nicht viele Treffer gab, konnten wir uns in der Rückrunde deutlich steigern“, sagt Oßwald. Mit 13 Punkten belegt Granheims „Zweite“ den sechsten Tabellenplatz. Yvonne Oßwald erzielte mit sechs Treffern die meisten SVG-Tore. Dass seine Ziele erreicht wurden, misst Oßwald nicht nur an dem erreichten Klassenerhalt, sondern auch an der Kaderzusammenstellung der beiden Granheimer Teams. „Es konnten drei Spielerinnen der zweiten Mannschaft während der laufenden Runde in die erste Mannschaft integriert werden“, so Oßwald. Ihre Ziele haben die Granheimerinnen laut Oßwald nicht ohne Grund erreicht. Die Spielerinnen hätten sich füreinander eingesetzt und zusammengehalten. Auch die allgemein hohe Trainingsbeteiligung beeindruckte ihn. Nachdem er vor zwei Jahren als Trainer eingesprungen war, gibt er seine Position für die kommende Saison ab. Er möchte sich als Fußballabteilungsleiter in Zukunft wieder mehr in die Jugendarbeit einbringen und übernimmt die Granheimer B-Juniorinnen.

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