Der Rose Pilgerfahrt erlebt ein Comeback

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Wunderbaren Gesang gab es in der Ehinger Lindenhalle.
Wunderbaren Gesang gab es in der Ehinger Lindenhalle. (Foto: SZ- kö)

Zur Einweihung seines Musiksalons in Düsseldorf hat Robert Schumann 1851 das Märchen „Der Rose Pilgerfahrt“ vertont, wunderbar farbig hat Schumann die Erzählung in Musik umgesetzt. Das musikalische Märchen war bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts fest im Programm von Chören verankert, geriet dann aber in Vergessenheit, zu viel Romantik, zu viele biedermeierliche Idylle zu viel heile Welt ließen es nicht mehr zeitgemäß erscheinen. Beim Ehinger Musiksommer erlebte „Der Rose Pilgerfahrt“ nun ein Comeback.

Im Frühling angesiedelt, möchte die Tochter der Elfenkönigin ein Mensch sein, um Liebe und Schmerzen zu erleben.

Die Elfenkönigin gibt ihrer Tochter eine Rose mit als Schutz, als Totem. Wenn sie diese Rose verliert, würde sie sterben und ins Reich der Elfen zurückkehren.

Rose wird Mensch und macht sich auf, die Menschen kennenzulernen. Im Wechsel singen die Chöre, der Silcherchor Donau-Bussen und Cantemus Frauenstimmen. Die Erzählerrolle hat der Tenor Peter Schmitz übernommen, der auch die Gesamtleitung innehatte. Heidi Albinger-Seel singt die Sopran-Solopartien, Maike Biffar singt die Altpartien. Matthias Rolser den Bass, am Flügel Anita Bender.

Zum besseren Verständnis für das Publikum sind die Texte dazu auf einer Leinwand über der Bühne zu lesen.

Hartherzigkeit und Misstrauen begegnet Rose, Ablehnung anstatt Liebe. Erst bei dem Totengräber wird Rose liebevoll aufgenommen, er führt sie zu den Müllersleuten, deren Tochter er zuvor beerdigt hat. Diese Menschen nehmen Rose mit Freuden auf, ähnelt sie doch ihrer toten Tochter sehr. Eine Liebesgeschichte mit einem Jägersohn nimmt ihren Anfang. Eine fröhliche Hochzeit wird gefeiert, ein Jahr später gibt es eine kleine Tochter. Mit dem Mutterglück ist Roses irdische Fahrt auf dem Höhepunkt und am Ende. Sie gibt die Rose weiter an ihr Kind. Rose stirbt, kehrt aber nicht zu den Elfen zurück, sondern darf sich zu den Engeln emporschwingen und wie eine menschliche Seele auf Erlösung hoffen.

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