Der Fokus liegt auf dem Kreismusikfest

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Die eifrigsten Probenbesucher mit Dirigent Frank Auchter und dem Vorsitzenden Reinhold Schick (v.l.).
Die eifrigsten Probenbesucher mit Dirigent Frank Auchter und dem Vorsitzenden Reinhold Schick (v.l.). (Foto: SZ- kö)
Barbara Körner

Große Ereignisse werfen beim Musikverein Kirchbierlingen ihre Schatten voraus und so waren bei der Mitgliederversammlung des Vereins das 110-jährige Bestehen und das Kreismusikfest im Sommer die zentralen Themen. Die beiden Großereignisse sind auch der Anlass, dass der Vorsitzende Reinhold Schick sein Amt noch ein weiteres Jahr ausüben will.

„Dann soll aber nach 25 Jahren im Ehrenamt endgültig Schluss sein“, sagte Schick nach den Wahlen zu den Mitgliedern des MV. Neu ist die Jugendleiterin Alisa Schick, die das Amt von Johanna Zimmermann übernommen hat, sie war bislang deren Stellvertreterin. Erneut in den Ausschuss gewählt wurden Bernd Seifert und Johanna Schirmer.

Der Musikverein hatte zum 31. Dezember 2018 488 Mitglieder, davon 328 Passive, 88 Musiker spielen in der Kapelle, 53 Jugendliche in der Jugendkapelle. Viel Arbeit hat dem Vorstand die neue Datenschutzgrundverordnung gemacht, um auf der sicheren Seite zu sein, wurde im Musikerheim ein eigener Server installiert. Beim Festabend zum 110-jährigen Bestehen sollen die neuen Uniformen vorgestellt werden. „Beim Anprobetermin im Januar waren alle total begeistert“, sagte Schick. Von den Kosten in Höhe von 103 000 Euro für 94 Uniformen wurden bereits 30 000 Euro überwiesen. Einen geringen Eigenanteil zahlen die Musiker selbst, der übrige Teil soll durch Spenden, Zuschüsse und Sponsoren gedeckt werden. Zudem hofft der MV auf gute Einnahmen beim Kreismusikfest. Auch die Bläserjungend bekommt ein neues Outfit, das sie beim Schwobahock präsentieren wird.

Heizung stört noch

Froh war Schick, dass die Bühnenrenovierung in der Halle abgeschlossen ist, nur die störenden Geräusche der Heizung sollten noch bis zu den Wertungsspielen beim Kreismusikfest beseitigt werden. Die Sicherheitsmaßnahmen bei Umzügen sind verstärk worden, „das sollte für Vereine vereinfacht werden, denn die Verantwortlichen wachsen dort nicht auf den Bäumen“, gab Schick zu bedenken. Lobende Worte gab es von ihm für die Qualitätssteigerung im musikalischen Bereich. Die qualifizierte Ausbildung der Bläserjugend hat beim MV einen hohen Stellenwert und das lässt sich der Verein mit über 33 000 Euro einiges kosten. Gelobt wurde vom Vorsitzenden das Adventskonzert der Bläserjugend, die Spende zugunsten des neuen Hospiz im Ort soll am Festabend, am 29. Juni, übergeben werden. Vorher werden im Gottesdienst die neuen Uniformen geweiht, mit Marschmusik geht es von der Kirche zur Festhalle.

„Noch 125 Tage bis zum Kreismusikfest vom 12. bis 15 Juli, die Detailarbeit läuft, die Festschrift wird neu gestaltet. Arbeitspläne werden erstellt“, kündigte Schick an. Kassierer Daniel Steinle legte seinen ersten Kassenbericht vor, die Kassenprüfer bescheinigtem ihm eine einwandfreie korrekte Kassenführung.

Dirigent Frank Auchter war sehr stolz auf die Beteiligung seiner Musiker beim Kreismusikfest 2018 in Kirchen. „Anschließend brachten wir das Festzelt zum Beben“, freute sich Auchter noch im Nachhinein. Gelobt hat er auch die Leistung seiner Musiker beim sehr anspruchsvollen Martinskonzert, „weil die Spielregeln eingehalten wurden“. Rüge gab es vom Dirigenten für das viele Fehlen bei den Proben, „nur zusammen können wir Großes erreichen. Wir wollen auch weiterhin gepflegte Musik bieten, es gibt auch noch eine Zeit nach dem Kreismusikfest“, mahnte er. Lob gab es für Markus Seifried, der bei den Proben nie gefehlt hat, einmal fehlten Jona Ried, Reinhold Huber, Reinhold Schick, zwei Mal nur fehlten Timo Huber, Otto Werner, Simon Steinle und dreimal fehlten Annelie Ried und Thomas Glökler.

Jugendleiterin Johanna Zimmermann legte zum letzten Mal ihren Bericht vor, 53 Kinder werden derzeit beim MV von 15 Ausbildern ausgebildet, zehn Kinder sind in der Blockflötengruppe, 36 Jugendliche spielen in der Jugendkapelle mit. Der Dirigent der Jugendkapelle, Marek Scheliga, möchte das Ergebnis vom Wertungsspiel 2018 mit 89 Punkten dieses Jahr verbessern. Stolz ist er auf die Leistung der jungen Musiker beim Adventskonzert. Aber die drei Wochen zwischen Martinskonzert und Adventskonzert waren zu kurz, das geht zukünftig nicht mehr, gab er zu bedenken. Der Probenbesuch hat sich mit 84 Prozent zum Vorjahr erheblich gesteigert, die Tuba war das Topregister, gefolgt von Tenorhorn, Querflöte, Posaune, Trompete, Klarinette, Saxophon, Waldhorn, Schlusslicht war das Schlagzeug.

Auftritt in Cannstatt

Anton Hummel berichtete über die Musiker von „Heft 13“ mit sieben Auftritten und 13 Proben. Höhepunkt war der Auftritt beim Cannstatter Wasen im Fürstenberg Festzelt. Ortsvorsteherin Bärbel Kräutle dankte für die Jugendarbeit des MV und das tolle Adventskonzert, es sei für sie ein Genuss gewesen im Projektchor mitzusingen. „Der Musikverein ist ein gutes Aushängeschild für die Pfarrei“, lobte sie bei der Entlastung des Vorstandes.

Für das Kreismusikfest versprach sie den Musikern neue Stühle für die Bühne der Halle.

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