Der fast keusche Josef sorgt für Lacher

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Viel zu besprechen gibt es mit dem fast keuschen Josef.
Viel zu besprechen gibt es mit dem fast keuschen Josef. (Foto: SZ- Elisabeth Sommer)
Elisabeth Sommer
Freie Mitarbeiterin

Lachen für den guten Zweck war am Wochenende in Kirchbierlingen möglich. Das Theater Ehingen gastierte in der Turn- und Festhalle und will zwei Euro von jedem Ticket für das Hospiz in Kirchbierlingen spenden. Aufgeführt wurde an zwei Abenden die ins Schwäbische übertragene Geschichte vom „fast keuschen Josef“, der in seinem ersten Leben als Zuhälter seine Umwelt tyrannisiert, ehe er beim Fall vom Pferd schlagartig sein Verhalten ins Gegenteil verkehrt.

Zirka 180 Zuschauer bekamen am Freitag einiges zu lachen, als Josef Raublinger anfangs als Lude seine Lebensweisheiten zum Besten gab, zum Beispiel dass eine Frau wie eine Frau aussehen sollte und nicht wie ein tapeziertes Knochengerüst. Vor seinem Wandel zum fast keuschen Josef ist Religion für ihn nur von oben verordnete Schuldgefühle mit verschiedenen Feiertagen. Pater Fidelis wurden die Sprüche über Frauen als erotische Nutzfläche zu bunt und er sang mit „Großer Gott wir loben dich“ gegen den Sündenpfuhl an, was ihm in Kirchbierlingen Zwischenapplaus einbrachte. In dem Theaterstück spielten folgende sieben Darsteller mit: Josef Raublinger (Andreas Neumann), Raublingers Schwester (Beate Frömmichen), Pater Fidelis (Michael Missel), Puffmutter Madame (Kerstin Neumann), Hausmeister Pauli (Simon Missel), Dr. Schlauch (Andreas Beck) und die Tochter des Gestütsvorbesitzers (Claudia Zanker).

Für den zweiten Aufführungstag waren etwa 150 Tickets im Vorverkauf abgesetzt worden. Zur Theateraufführung konnte ein Essen mitgebucht werden. Metzger Betz bereitete es zu und so konnten die Besucher Braten mit Käsespätzle und genetztem Wecken genießen. Kirchbierlingen war als Aufführungsort gewählt worden, weil die Halle mit der Bühne gute Voraussetzungen für Theateraufführungen bietet. Die Gastspiele waren nur in Zusammenarbeit mit dem Musikverein Kirchbierlingen möglich. Der Verein organisierte die Verköstigung der Besucher, und Mitglieder übernahmen dann auch die Bewirtung der Gäste. „Wir sind zufrieden, dass der Musikverein Kirchbierlingen neben seiner Vorbereitung auf das Kreismusikfest im Ort noch die Bewirtung unserer Theateraufführungen in sein Arbeitsprogramm aufnehmen konnte“, sagte der stellvertretende Spielleiter des Theaters Ehingen Andreas Seifert.

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