Das hat der Ehinger Musiksommer 2019 zu bieten

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Sie blicken mit Vorfreude auf den 24. Musiksommer, der in diesem Jahr schon früher beginnt: (v.l.) Ehingens Oberbürgermeister Al
Sie blicken mit Vorfreude auf den 24. Musiksommer, der in diesem Jahr schon früher beginnt: (v.l.) Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann, Kulturamtsleiterin Marion Greiner-Nitschke und Musikschulleiter Michael Buntz. (Foto: SZ-: dtp)

Die Wartezeit für Musikfreunde verkürzt sich: In diesem Jahr startet der Musiksommer Ehingen so früh wie noch nie. „Es ist das erste Mal, dass der Musiksommer vor den Pfingstferien stattfindet“, sagt Michael Buntz, Leiter der Ehinger Musikschule. Weil die Pfingst- und Sommerferien in diesem Jahr so nahe beieinanderliegen, gibt es allerdings auch etwas weniger Veranstaltungen als sonst. Dennoch können sich die Ehinger auch acht Musikabende freuen.

Brückenschlag zwischen Klassik und Moderne.

Marion Greiner-Nitschke, Kulturamtsleiterin 

„Wir versuchen, ein breites Publikum mit einer breiten Palette an Angeboten anzusprechen, um auf die Vielfalt schöner Musik hinzuweisen“, beschreibt Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann die Philosophie hinter der Veranstaltungsreihe. Seit vielen Jahren gehört der Musiksommer in Ehingen fest zum kulturellen Jahresprogramm. Regionale und überregionale Künstler kommen dabei zusammen. Ziel sei ein „Brückenschlag zwischen Klassik und Moderne“, sagt die städtische Kulturamtsleiterin Marion Greiner-Nitschke. „Wir versuchen, sowohl zeitlich wie auch genremäßig so viel wie möglich abzubilden. Wer da nichts findet, der mag keine Musik.“

Biblisches Drama macht den Anfang

Eröffnet wird der 24. Musiksommer am 19. Mai in der Lindenhalle mit der Aufführung des biblischen Dramas „Le Roi David – König David“ mit Kompositionen von Arthur Honegger und Texten von René Morax unter der Leitung von Wolfgang Gentner. „Das Werk vereint große Gegensätze und ist stilistisch äußerst vielfältig“, sagt Michael Buntz. „Es ist neben ,Carmina Burana’ das wichtigste Oratorium des 20. Jahrhunderts.“ Beteiligt sind Musiker aus Ehingen, zum Beispiel der Montagschor der VHS. Wolfgang Gentner wird vor Beginn eine kurze Einführung geben. Die Veranstaltung sei ein Beispiel dafür, dass „wir nicht nur machen, was Mainstream ist“, sagt Michael Buntz.

Für die jüngsten Besucher gibt es wieder ein Kinderstück: „Das kleine Gespenst“ nach dem Kinderbuchklassiker von Otfried Preußler. Die Junge Ulmer Bühne will mit ihrem Live-Hörspiel in der Lindenhalle am 20. Mai kleine wie große Zuschauer begeistern. Mit Live-Musik und einem zauberhaften Bühnenbild.

Wir hoffen, dass Petrus uns wohlgesonnen ist und die Chorserenade wieder draußen stattfinden kann.

Michael Buntz, Leiter der Ehinger Musikschule

Am 22. Mai folgt die Chorserenade im Außenhof des Franziskanerklosters. „Es ist der Klassiker schlechthin und immer wieder schön“, sagt Michael Buntz. Ehinger Chöre und Musikanten begrüßen unter freiem Himmel mit ihren Liedern und Melodien den Sommeranfang. „Wir hoffen, dass Petrus uns wohlgesonnen ist und die Chorserenade wieder draußen stattfinden kann“, hofft der Musikschulleiter.

Eine Band, die die Klassik neu denkt, gastiert am 24. Mai in der Lindenhalle: Die fünf Musiker von Spark spielen Musik zwischen Klassik, Minimal Music, Electro und Avantgarde. Sie haben 40 verschiedene Flöten, Violine, Viola, Cello, Melodica und Klavier im Gepäck. „Ich habe sie selbst schon gehört und war total begeistert“, sagt Michael Buntz. „Was die auf den Blockflöten zu Gehör bringen, ist unglaublich.“ Immerhin hat die Band auch schon einen Echo-Klassik abgeräumt. „Sie gelten als Klassiker für die Facebook-Generation“, sagt Marion-Greiner-Nitschke.

Am 26. Mai führen die Cantemus Frauenstimmen Ehingen und der Silcherchor Donau-Bussen unter der Leitung von Peter Schmitz das Märchen „Der Rose Pilgerfahrt“ von Robert Schumann nach einer Dichtung von Moritz Horn in der Lindenhalle auf. „Schumann liebte das Geheimnisvolle“, sagt Michael Buntz. Es geht um die Tochter der Elfenkönigin, die die Unsterblichkeit aufgibt, um die Liebe zu erlangen.

Die Pianistin Sophie Pacini kommt zum diesjährigen Musiksommer nach Ehingen.
Die Pianistin Sophie Pacini kommt zum diesjährigen Musiksommer nach Ehingen. (Foto: Susanne Krauss)

Ein hochkarätiges Konzert findet am 29. Mai in der Lindenhalle statt: Die italienisch-deutsche Pianistin Sophie Pacini, die bereits zahlreiche internationale Preise gewonnen hat, spielt Werke von Bach, Schumann und Schubert. Der Salzburger Clemens Gordon spielt Viola. Es ist ein Benefizkonzert des Rotary Clubs Ehingen-Alb-Donau, der Reinerlös kommt dem Hospiz St. Martinus Alb-Donau in Kirchbierlingen zugute.

Mit „Die Füenf“ kommt am 31. Mai eine A-capella-Band nach Ehingen, die die Musikcomedy in Deutschland populär gemacht hat. „Es ist ein Abend, an dem man sich einfach mal zurücklehnen und genießen kann“, sagt Michael Buntz. „,Die Füenf’ sind lustig, aber können auch was“, verspricht Marion Greiner-Nitschke.

Den Abschluss des Musiksommers 2019 macht das Stuttgarter Kammerorchester, das am 2. Juni auf seiner Baden-Württemberg-Tour in Ehingen Halt macht. Am Klavier spielt Katharina Schlenker, die Tochter des ehemaligen Lehrers am JVG Peter Schlenker. Sie gilt als Spezialistin für die Interpretation von Mozart. „Da sieht man mal, was hier alles entsteht in Ehingen “, sagt Musikschulleiter Michael Buntz.

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