Dächinger Obstlehrpfad feiert zehn Jahre

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Frauenbundvorsitzende Sabine Springer begrüßte die Gäste zum Streuobsttag.
Frauenbundvorsitzende Sabine Springer begrüßte die Gäste zum Streuobsttag. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

An der Dreikreuzstraße außerhalb von Dächingen in Richtung Bundesstraße fällt eine markante Streuobstwiese mit 30 Bäumen auf. Am Sonntag feierte die Dorfgemeinschaft das zehnjährige Bestehen der von Paul und Edith Gräter angelegten Pflanzung.

Mehr als 1000 junge Obstbäume hat die Interessengemeinschaft Streuobstwiesen Ehinger Alb auf Initiative des früheren Altsteußlinger Ortsvorstehers Wolfgang Kopp am Rand mehrerer Ortschaften eingesetzt. Besonders zum Betrachten einladend legten Paul und Edith Gräter vor zehn Jahren ihren Obstlehrpfad mit 30 Bäumen verschiedener Sorten an und markierten jeden Baum mit einer Information. Hier gedeihen Äpfel, Birnen, Pflaumen, Renekloden, Zwetschgen und Walnüsse. Zusätzlich angepflanzt wurden Exemplare der von Menschen nur wenig züchterisch bearbeiteten Wildfrüchte Eberesche, Holunder, Schlehe, Sanddorn, Zibarte, Kornelkirsche und Aroniabeere.

Eingeladen zum Streuobsttag Ehinger Alb hatte der Katholische Frauenbund Dächingen. Seine Vorsitzende Sabine Springer berichtete von unguten Erinnerungen an den Begriff Streuobst, wenn es früher nach dem Einbringen der Ernst galt, im Herbst bei oft nassem Wetter in den hinter den landwirtschaftlichen Anwesen angelegten Gärten Fallobst aufzulesen. Dagegen sei die Pflanzung von Paul und Edith Gräter eine geradezu idyllische Anlage geworden. Karl-Heinz Glöggler, Fachberater für Obst- und Gartenbau beim Landratsamt, fand „faszinierend, was Paul und Edith hier geschaffen haben“. Vor vier Jahren sei ihnen dafür ein Umweltpreis zuteil geworden.

Ortsvorsteher Alfons Köhler begrüßte die Besucher des kleinen Dorffestes und lud nach zwei Vorträgen des Kirchenchors zur Begehung der sogenannten Hochzeitsallee bis zu deren Ende am Wassergraben ein. Hier setzten die neu verheirateten Ehepaare Daniel und Christine Schrode sowie Matthias und Katharina Springer die ihnen anvertrauten und von ihnen zu betreuenden Obstbäume ein.

Bei der Hütte auf der Streuobstanlage schloss sich eine gemütliche Hockete mit Kaffee und Kuchen an. Daneben wurden landwirtschaftliche Tätigkeiten wie Baumschnitt, das Aufsetzen von Heinzen und das Dengeln von Sensen vorgeführt.

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