Dächinger Musiker präsentieren perfekte Unterhaltungsshow

Lesedauer: 4 Min
Der MV Dächingen spielte sein 29. Paradekonzert.
Der MV Dächingen spielte sein 29. Paradekonzert. (Foto: sZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Ungemütliche Kühle herrschte am Sonntagvormittag auf dem Ulmer Marktplatz. Trotzdem füllte sich dieser allmählich, als der Musikverein Dächingen unter dem schirmenden Baldachin vor dem Museum zu seinem 29. Paradekonzert Platz nahm. Am Ende applaudierte das Publikum begeistert einer perfekten Unterhaltungsshow.

Als „eine der größten Kapellen im Alb-Donau-Kreis“ stellte Stadtrat Gerhard Bühler, einer der beiden Vorsitzenden des Vereins Ulmer Paradekonzerte, das 75 Instrumentalisten zählende Blasorchester von der Ehinger Alb vor. Der MV Dächingen ist die einzige Musikkapelle aus dem Gebiet des Alb-Donau-Kreises auf der Liste der 22 diesjährigen Paradekonzerte und bei jedem Wetter zu klingendem Spiel bereit.

Betörende Wirkung

Es nieselte leicht, und einige Zuhörer spannten ihre Regenschirme auf, als die Musiker unter der Stabführung ihres energiegeladenen Dirigenten Hans-Gerd Burr nach dem Elfuhrschlag vom Rathaustürmchen mit „Pachelbel’s Canon“ ihr Programm eröffneten. Das von dem Nürnberger Barockkomponisten für drei Violinen und Basso Continuo komponierte Stück verfehlte seine betörende Wirkung auf das Paradekonzertpublikum nicht. Mit dem von Alexander Pfluger, einem Spezialisten in Stilistik, Spielweise und Interpretation böhmischer, und mährischer Blasmusik, für die Kapelle „Die Schwindligen 15“ komponierten Marsch „Kometenflug“ ging es weiter. Heitere, melancholische, nostalgische und rhythmische Themen kündigte der routinierte Dächinger Moderator Michael Köhler zum Konzertwerk „Spirit of Life“ von Johan Nijs an. Großen Eindruck hinterließ die Musikkapelle mit der Wiedergabe von Hans Zimmers Filmmusik von „Backdraft“. Mit begeistertem Applaus quittierte das Publikum den von Philip Sparke für Blasorchester eingerichteten Popsong „MacArthur Park“ von Jimmy Webb.

Den kanadischen Jazz-Sänger Michael Bublé persönlich meinte man vor sich zu sehen, als Philipp Kring im schwarzen Anzug dessen Hits „It's A Beautiful Day“, „Save The Last Dance For Me“, „Sway“ und ,„Haven't Met You Yet“ astrein imitierte.

Nach dem Marsch „Ohne Grenzen“ von Jindrich Pravecek und der „Fernwehpolka“ von Mathias Groner war als Schlussstück Thomas Asangers Konzertmarsch „Sympatria“ angesagt. Im oberösterreichischen Dialekt sang Roland Schrode dazu „Der Schmäh is‘ unser Herzbluat“.

„Das war eine schöne Stunde“, kommentierte Gerhard Bühler froh gelaunt und heiter. Zur Zugabe „Wer hat an der Uhr gedreht“ hatte Roland Schrode den Text auf den MV Dächingen und seine Paradekonzerte abgewandelt und sang zum Schluss „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen