Caritas International hilft Rohingya in Bangladesh

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Das Team engagiert sich seit zehn Jahren.
Das Team engagiert sich seit zehn Jahren. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

In Kutupalong, dem weltweit größten Flüchtlingslager, ist das Elend groß. Über einen Besuch im Distrikt Cox’s Bazar im südöstlichen Bangladesch an der Grenze zu Myanmar berichtete Caritasreferent Andreas Brender am Sonntag in der „Arche“ vor 40 Zuhörern.

Im Lager leben 919 000 aus Myanmar geflohene Rohingya. In ihrer buddhistisch geprägten Heimat wird der muslimischen Bevölkerung im Grenzgebiet die Staatsangehörigkeit verweigert. In Kutupalong unterstützen die christlichen Hilfswerke Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas international die Bemühungen lokaler Behörden um ein erträgliches Leben der Geflohenen.

„Ehe ich zurückkehre, bringe ich mich um“, sagte einer von ihnen zu Andreas Brender bei seinem Besuch. „Niemals hatten wir von so viel Unterstützung zu träumen gewagt“, hörte er von einer Frau mit zehn Kindern. Das letzte brachte sie auf der Flucht zur Welt und ist zufrieden mit dem, was sie hat. Um den ortsüblichen Lohn von 3,50 Dollar arbeiten Männer beim Bau der von der Caritas in dem ihr zugewiesenen Teil des Camps errichteten Häuschen. Die auf planierten Flächen errichteten Unterkünfte stehen einigermaßen sicher, wenn abschüssige Hänge bepflanzt und so gegen das Abrutschen bei Monsunregen befestigt werden. Kleine Märkte bieten Gelegenheit, sich mit alltäglichem Bedarf zu versorgen. Ein von Caritas errichtetes Modelldorf mit 182 Bambushütten, Brunnen, Toiletten und Räumen für Kinder hat die UNO veranlasst, gemeinsam mit der Regierung die Organisation mit dem Bau von über 4000 Hütten für rund 20 000 Menschen zu beauftragen.

Seit zehn Jahren greift das Team Christsein bewegt aktuelle Themen auf. Mit dabei sind Andrea Gräter, Andrea Hehnle, Beate Kiesel, Wolfgang Reitmayer, Theresia Schmid, Irmgard Schmidt sowie die Pfarrer Harald Talgner und Gunther Wruck.

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