Bundesverdienstkreuz am Band würdigt Karl Glöcklers Verdienste

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Die ehrenvolle Auszeichnung Karl Glöcklers (Mitte mit Enkel) mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande durch Staatssekretärin Friedl
Die ehrenvolle Auszeichnung Karl Glöcklers (Mitte mit Enkel) mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande durch Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch (2.v.r.) war im Ehinger Rathaus für Oberbürgermeister Alexander Baumann und Karl Glöcklers – von ihm m (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Im Ehinger Rathaus hat Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch am Samstag Karl Glöckler mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Der Vizepräsident des Blasmusikverbands Baden-Württemberg und langjährige Präsident des Blasmusik-Kreisverbands Ulm/Alb-Donau hat sich in vielfältiger Weise um die Musik im Lande verdient gemacht.

„Ich freue mich, dass mich der Ministerpräsident gebeten hat, heute im schönen Ehingen eine besondere Aufgabe wahrzunehmen: Ihnen, Herr Glöckler, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland übergeben zu dürfen“, wandte sich die Politische Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz an einen Mann, der sich wie kein anderer für die Förderung der Blasmusik einsetzt und ihr zu Rang und Ansehen auf allen künstlerischen und politischen Ebenen verholfen hat.

Beispielloses Engagement

Als Karl Glöckler im Jahr 1989 den Vorsitz des Blasmusik-Kreisverbands übernahm, begann eine durch sein beispielloses Engagement geprägte Aufwärtsentwicklung der Blasmusik im Alb-Donau-Kreis und auf dem Gebiet der Stadt Ulm. Glöckler verstand es, die 70 Musikvereine zu einer leistungsfähigen und von Identitätsbewusstsein getragenen Gemeinschaft zu formen.

Davon gab das 1998 in Ehingen veranstaltete Landesmusikfest Zeugnis. Dabei lernten die 22 Kreisverbände in den einstigen württembergischen und hohenzollerischen Landesteilen Karl Glöcklers Organisationstalent zu schätzen und wählten ihn drei Jahre später zum Vizepräsidenten des Blasmusikverbands Baden-Württemberg. Dies ist er nach viermaliger Wiederwahl heute noch und kümmert sich als Stellvertreter von Präsident Rudolf Köberle um die Anliegen von mehr als 100 000 in annähernd 1500 Vereinen organisierten Musikern. In erfolgreichen Verhandlungen gelang es ihm, urheberrechtliche Probleme zwischen den Vereinen und der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte zu lösen. Von 2008 bis 2011 war Karl Glöckler erster Vizepräsident der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände und erreichte in dieser Stellung im Einvernehmen mit den zuständigen Bundesbehörden und -verbänden eine pragmatische Ausgestaltung der Künstlersozialabgabe.

Jugendmusikfestival als Höhepunkt

Im Kreisverband setzte Glöckler 2012 mit einem in Ehingen veranstalteten und über die Landesgrenzen hinaus beachteten internationalen Jugendmusikfestival einen weiteren Höhepunkt seiner unermüdlichen Aktivität. Mit der jungen Elite der Musikvereine hatte er 1999 ein leistungsfähiges Kreiverbands-Jugendblasorchester ins Leben gerufen. 2006 gab er den Anstoß zum Kreisseniorenorchester als Bindeglied der älteren Musikergeneration. Auch der beliebte Kreismarsch geht auf eine Anregung Glöcklers zurück.

In seinem Heimatort Kirchbierlingen brachte sich Karl Glöckler ab 1980 als Mitglied des Ortschaftsrats ein und war von 1989 bis 2004 Ortsvorsteher. Als Vorsitzender von „We give“, einem Förderverein zur Umsetzung humanitärer Projekte in Afrika, unterstützt Karl Glöckler den Ausbau einer Berufsschule und einer Vorschule durch Reverend Joseph Kobina Otoo in der ghanaischen Gemeinde New Yakasi. Mit einer Segensbitte verlieh der befreundete Priester dem Festakt im Ehinger Rathaus am Ende einen völkerverbindenden Akzent. Landrat Heiner Scheffold würdigte Glöcklers Verdienste ebenso wie Musikverbandsgeneralsekretär Hubert Kempter. Karl Glöcklers Kinder Andreas, Bernadette und Michaela umrahmten die Feierstunde musikalisch.

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