Sigrid Stiehle (l.) und ihre Tochter Sabrina präsentieren ein mit Biomilch gebackenes Kranzbrot zum Kaffee.
Sigrid Stiehle (l.) und ihre Tochter Sabrina präsentieren ein mit Biomilch gebackenes Kranzbrot zum Kaffee. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Die Gelegenheit, die Herstellung von Lebensmitteln in modernen Landwirtschaftsbetrieben kennenzulernen, bietet das Landratsamt unter dem Stichwort „Lernort Bauernhof“. Einer davon ist der Biomilchbetrieb von Sigrid und Paul Stiehle in Schlechtenfeld. Annähernd 40 Besucher machten sich am Freitagnachmittag ein Bild vom Betriebsablauf.

Vor 15 Jahren hat das Ehepaar Stiehle den Bauernhof mit 90 Hektar Fläche übernommen. Hier halten sie unterhalb der Weiherhalde 60 Milchkühe, 140 Hühner, zwei Katzen und ein Pferd. Das erfuhren die an Landwirtschaft interessierten Besucher bei der Begrüßung auf dem Hofgelände. Mit dabei war Anna Scharpf vom Fachdienst Landwirtschaft des Landratsamts.

Der weiträumige Auslauf für die braunen Hühner war die erste Station des Hofrundgangs. Vier Quadratmeter Auslauf sind pro Huhn angemessen. Annähernd 100 Eier pro Tag sind das Ergebnis der artgerechten Tierhaltung. Die Kinder hatten ihr Vergnügen daran, die pickenden Hühner mit Körnern an den Zaun zu locken, und durften eines, das Paul Stiehle heraushob, streicheln.

An der Weide für sieben einjährige Rinder vorbei ging es über den Weiherbach zu dem vor fünf Jahren errichteten Milchviehstall. Zwei die Nacht zuvor geborene Kälbchen entzückten die Besucher im Eingangsbereich. Mit Hafer, Gerste, Dinkel, Weizen und Ackerbohnen sorgt Paul Stiehle dafür, dass jede Kuh im Durchschnitt pro Jahr 6300 Liter hervorbringt. Das macht rund 22 Liter pro Tag. Alle zwei Tage holt der Milchtankzug der Molkerei Gropper aus Bissingen im schwäbischen Landkreis Dillingen an der Donau die Milch ab. Die daraus hergestellten Produkte finden sich in fast allen Discountern und Supermärkten und werden mit dem EU-Siegel „DE BY 77723 EG“ verkauft. Die Kuh Sarah im Melkstand von Hand zu melken, machte einigen Kindern besonderen Spaß. Dabei stellten sie fest, dass es gar nicht so einfach ist, dem Euter die Milch zu entlocken.

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