Biberacher Bachtrompeten imponieren

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Die Biberacher Bachtrompeten gaben mit Wolfgang Genter ein klangprächtiges Konzert.
Die Biberacher Bachtrompeten gaben mit Wolfgang Genter ein klangprächtiges Konzert. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Ein klangprächtiges Jahresendkonzert haben annähernd 200 Zuhörer am Montag in der Ehinger St.Michaelskirche erlebt. Zusammen mit dem Organisten Wolfgang Gentner gestalteten die Biberacher Bachtrompeten mit strahlendem Klang ein abwechslungsreiches Programm.

Einen schwungvollen Einstieg bildete das Rondeau aus der ersten Suite des Symphonies des französichen Barockmeisters Jean-Joseph Mouret (1682 – 1738). gefolgt von einem sanften Menuet und einer herrschaftlich gediegenen Fanfare. Dabei erwiesen sich die Trompeter Michael Bischof, Timo Bossler und Hans Mohr als virtuose Meister auf ihren Instrumenten und gestalteten danach die Aria „Schafe können sicher weiden“ (BWV 208-5) aus Bachs Jagdkantate mit dem Einsatz von zwei Flügelhörnern zu einem besonders eindrucksvollen Hörerlebnis.

Auf der Orgel intonierte Wolfgang Gentner Dietrich Buxtehudes Paeludium und Fuge g-Moll und eröffnete l das Bassostinato von Johann Pachelbels Kanon in D. Auch hier rundete ein Fügelhorn die Harmonie weich ab. Ein festliches Zwischenspiel stellten vier Sätze aus Georg Friedrich Händels Wassermusik dar. Mit der Gavotte G-Dur aus den zwölf Noëls von Louis-Caude Daquin beschloss Gentner an der Orgel die Reihe prachtvoller barocker Klänge.

Als ob Mozart sein mit reißendes Rondo alla turca für ihre Instrumente geschrieben hätte, empfand man es in der Wiedergabe der Biberacher Bachtrompeten – viel direkter als auf einem Klavier gespielt. Auch dem romantischen Klang der Motette „Denn er hat seinen Engeln befohlen“ aus Mendelssohns Oratorium „Elias“ wurde das Trio gerecht und brachte mit Benjamin Brittens „Fanfare for St Edmundsbury“ ein speziell für drei Trompeten komponiertes Werk zu Gehör. Bei Joy Webbs Ballade „Share my Yoke“ kam Gefühl ins Spiel. Mit César Francks „Pastorale E-Dur op. 19“ setzte Wolfgang Gentner sanfte Orgelklänge vor die schaurigen Bläserdissonanzen von Andrew Lloyd Webbers „Phantom of the Opera“. In wohltuender Fröhlichkeit endete das Konzert in der Ankunft der Königin von Saba aus Händels Oratorium „Salomon“. Als Zugaben rundeten ein von Heinrich VIII. komponiertes Madrigal und „Still, weil’s Kindlein noch nicht schlafen will“ den Hörgenuss ab.

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