Besucher stöbern beim Zeltflohmarkt in Mundingen

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Auch für Kinder war einiges geboten.
Auch für Kinder war einiges geboten. (Foto: SZ- hog)
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Das Waldfest in Mundingen hat am Donnerstag mit einem äußerst gut besuchten Vatertagsfest bereits enorm an Fahrt aufgenommen. Am Samstag ging es wesentlich gediegener zu, als der Zeltflohmarkt von 8 bis 15 Uhr seine Pforten öffnete. Angeboten wurden unter anderem die Utensilien aus Omas Küche. Aber man konnte auch zuschauen, wie bei Martinas Stickkunst aus Mundingen mit einer Nähmaschine der eigene Namen in ein Lesezeichen gestickt wurde.

Individualität und Unikate standen im Vordergrund beim Zeltflohmarkt in Mundingen. Eine Vielzahl von Ständen bevölkerte das Zelt. Das Herz der Besucher durfte höher schlagen, insbesondere wenn jemand sich für die auf den ersten Blick unscheinbar angebotenen Sachen interessierte. Diese konnte man schon ab 50 Cent oder einem Euro erwerben. Viele Besucher freuten sich über Utensilien, die man anderswo garantiert nicht hätte finden können. Das macht den Charme solcher Märkte aus. Wer sich für Eisenwaren wie eine alte Presse oder einen Hobel oder vielleicht eine Nudelmaschine interessierte, wurde gleich beim ersten Stand fündig. Aus Zwiefalten hat jemand Omas Küche unter die Leute gebracht mit Exponaten wie Gläser, Teller, Vasen, aber auch Lampen und Puppen. Highlights waren hier einige alte Biergläser der Zwiefalter Brauerei, die rasch den Besitzer wechselten. Aus Kirchen bot jemand Kinderspielsachen an, und Omas Bücher, Krüge, Uhren und Schmuck bis hin zu echtem Goldschmuck, bei dem der Preis auf Nachfrage zu erfahren war, gab’s bei einem Stand aus Kanzach. „Mein Mann ist Uhrensammler, heute müssen endlich ein paar Uhren weg“ meinte die Frau am Stand.

Aus Mundingen selbst kam der Stand von Martinas Stickkunst. Im Wege eines Kleingewerbes werden hier mit der Nähmaschine auf Lesezeichen aus Filz live und in Farbe die gewünschten Namen eingestickt. Dazu gab es hier individuelle Taschen aus Filz, ebenso Umschläge für Gesangbücher und Handyhüllen. Auf Anfrage ließ sich hier jede Sonderanfertigung verwirklichen, alle durften zusehen, wie die Werke entstehen. „Die Kontur zeichne ich vor dem Besticken mit einer Pergamentschablone auf den Filz. Diese wird mit einer Nadel perforiert, dann kann durch die winzigen Löcher Farbe aufgetragen werden“, erklärt Martina. Sie ist gelernte Fahnenstickerin, ihr ehemaliger Lehrbetrieb „Geschwister Burger“ in Munderkingen werde im August aber schließen. Den in Filz eingebundenen besticken Notenordner ihres Musikvereins hat Martina als Anschauungsobjekt immer dabei. Ein Stand aus Reichenstein bot Holz- und Betonarbeiten an, ein anderer Töpferarbeiten.

Die Munderkingerin Hanne Ehrhart, die zum ersten Mal hier war, bot die T-Shirts und Kleider ihrer inzwischen erwachsenen Kinder an. Der Sohn lebt in Dänemark, die Tochter in New York, und beide haben zu ihr gesagt, „wenn wir heimkommen, müssen die Zimmer leer sein“. So hat Hanne Ehrhart tapfer alle Kleider zusammengepackt, um sie beim Flohmarkt unter die Leute zu bringen.

„Frau Eisbär“ aus Mundingen hatte neben einem großen Eisbären auch LP’s, CD’s und Bücher im Angebot. So konnten sich die Besucher aus einer Vielzahl von Ständen geeignete Unikate aussuchen, um sie freudig daheim präsentieren zu können.

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