Benefizkonzert: Ehgnerländer spielen für Arzneibrücke

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Den Betrag von 4000 Euro konnten die Ehgnerländer der Ehinger Arzneibrücke übergeben.
Den Betrag von 4000 Euro konnten die Ehgnerländer der Ehinger Arzneibrücke übergeben. (Foto: privat)
Kurt Efinger

Vor rund 500 begeisterten Zuhörern haben die Ehgnerländer am Sonntag in der Lindenhalle ein Konzert zugunsten der Ehinger Arzneibrücke gegeben. Am Ende konnten sie der ökumenischen Aktion den beachtlichen Betrag von 4000 Euro und damit ein Fünftel ihres Jahresbedarfs überreichen.

Ludwig Mang, eines der vier Vorstandsmitglieder der 1980 ins Leben gerufenen Aktion der katholischen und evangelischen Kichengemeinden in Ehingen, begrüßte das Publikum des Benefizkonzerts. Ihm ist das Zustandekommen der erfolgreichen Veranstaltung zu verdanken.

Viele Jahre hat er den Bergemer Musikverein dirigiert. Drei seiner Musiker sind bei den Ehgnerländern aktiv. Dennie Schuster aus Ennahofen ist Mangs Nachfolger als Dirigent des Musikvereins und spielt bei den Ehgnerländern Flügelhorn.

Matthias Schrade aus Grötzingen bringt die Formation als Kapellmeister in Schwung. Mit dem Grötzinger Philipp Scherb ist ein weiterer Bergemer Musikant mit im Spiel. Weil auch alle anderen Mitwirkenden zur sozialen Aktion bereit waren, konnte die Idee umgesetzt werden.

20 junge Künstler

„Es ist für uns neu, gegen eine Wand zu spielen“, scherzte Posaunist und Moderator Linus Betz aus Kirchbierlingen angesichts eines der Kapelle im abgedunkelten Zuhörerraum in Stuhlreihen gegenüber sitzenden Publikums.

Mit einem prächtigen Unterhaltungskonzert mit böhmisch-mährischer Musik unterstützten die Ehgnerländer die soziale Aktion.
Mit einem prächtigen Unterhaltungskonzert mit böhmisch-mährischer Musik unterstützten die Ehgnerländer die soziale Aktion. (Foto: Efinger)

Erstmals auf der Bühne der Lindenhalle zu musizieren, war für die 20 jungen Unterhaltungskünstler eine Gelegenheit, auch diese Art der Show-Performance ebenso bravourös zu meistern wie alle vorausgegangenen Auftritte seit der Gründung der Formation vor neun Jahren.

„Das war der Graf-Mercy-Marsch“ informierte Tenorhornist und Moderator Michael Köhler aus Dächingen die Zuhörer über den schwungvoll im tschechischen Sound vorgetragenen ersten Titel. Zur Erinnerung an Claudius Florimund Graf Mercy (1666 – 1734), Feldmarschall und Präsident der Banater Landesadministration, hat ihn Nick Loris, Sänger bei Ernst Hutter und den Egerländer Musikanten, komponiert. Zweieinhalb Stunden lang genossen die Liebhaber der böhmisch-mährischen Folklore in Folge hervorragend gespielte Unterhaltungsmusik in Bestform.

Flott und locker

Flott und locker ging es mit der Allerhand-Polka weiter im Programm. Edler Hornklang imponierte bei der Bodensee-Polka, fröhliches Klarinettenspiel betörte bei Egerländer-Spielereien. Als virtuoses Duo belebten Philipp Scherb und Peter Seitz das folgende Stück. Mit jeder weiteren Nummer stieg die Stimmung, bis das Publikum mit enthusiastischem Applaus die rasende Laubener Schnellpolka quittierte.

Nach dem Verklingen der von Tenorhornist Silvan Betz komponierten Polka „Sommernachtfeuer“ und der Vorstellung aller Musiker brachte Arzneibrücke-Vorsitzender Jürgen Abele einen kleinen Leiterwagen mit Bier für die Kapelle auf die Bühne. „Für das tiefe Blech könnte es reichen“, merkte Moderator Michi Köhler scherzhaft an. Es reichte für alle.

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