Beim Eisessen kennengelernt

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Josef und Marianne Kiem.
Josef und Marianne Kiem. (Foto: SZ- kö)

Vor 65 Jahren haben Josef und Marianne Kiem in der Stadtpfarrkirche geheiratet, Stadtkapelle und Bürgerwache haben das Brautpaar begleitet. Jetzt feiert das Ehepaar mit Kindern, Enkelkindern und Urenkeln das Fest der Eisernen Hochzeit.

Beim Eisessen in der Hauptstraße haben sie sich das erste Mal gesehen, richtig kennengelernt haben sie sich beim Tanz im „Hirsch“, erinnern sie sich. Sie war damals 16, er 18 Jahre alt. Josef hatte Schuhmacher gelernt, ist aber nach der Lehre ins Kalkwerk und später dann bis zur Rente zur Zellstoff gegangen. Die erste Wohnung des jungen Paares war in der Blaubeurer Straße, dann im Erlenweg.

In Berkach haben sie den Obstgarten von Josefs Vater als Bauplatz bekommen und dort 1963 ein Haus gebaut, in dem sie noch heute wohnen und sich weitgehend selbst versorgen. „Das war damals wie in der Pampa“, erinnert sich Marianne Kiem. Heute ist es ihr großes Glück, dass der Enkel direkt hinter ihnen gebaut hat und die Urenkel immer wieder zu Besuch herüberspringen. Zwei Töchter hat das Ehepaar Monika und Margitta, zwei Enkel und zwei Urenkel.

Josef Kiem ist Mitglied der Stadtkapelle, hat dort Waldhorn gespielt wie auch in der Werkskapelle der Zellstoff. Beide sind Mitglied beim VdK, Marianne Kiem war dort bis 1992 Frauenbetreuerin. Die Zusammengehörigkeit dort hat sie sehr geprägt. „Das VdK war das Beste, was ich in meinem Leben erlebt habe“, sagte Josef Kiem. Ihren Haushalt und das Einkaufen erledigen sie selbst. „Das machen wir auch weiterhin“, sagten sie. Nur der Enkel putzt die Fenster und die Tochter macht den Garten. Früher haben sich die Kiems mit Gemüse aus ihrem Garten selbst versorgt, heute ist die Gartenarbeit vereinfacht worden. Marianne Kiem näht und backt gern. „Nur für heute hat sie nicht selbst backen dürfen“, sagten die Töchter lachend.

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