Bei Granheim entsteht ein Solarpark

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Bei Granheim entsteht ein Solarpark, dessen Grünfläche von Schafen beweidet werden soll.
Bei Granheim entsteht ein Solarpark, dessen Grünfläche von Schafen beweidet werden soll. (Foto: Energiebauern gmbh)
Leiter Lokalredaktion Ehingen

Nordöstlich des Ehinger Alb-Teilorts Granheim in Richtung Frankenhofen entsteht ein Solarpark mit einer elektrischen Leistung von zehn Megawatt. Vorhabenträger ist die Energiebauern GmbH aus dem bayerischen Aichach bei Augsburg.

Das Projekt wurde bereits 2010 von der Alb-Naturenergie GmbH für eine Fläche von 32 Hektar entwickelt, konnte aber seinerzeit wegen der geänderten Gesetzeslage nicht mehr umgesetzt werden, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Ehingen. Erst im vergangenen Jahr wurde es aufgrund einer Verordnung der Landesregierung möglich, dass sich Projekte auf benachteiligten landwirtschaftlichen Flächen bei einer Ausschreibung der Bundesnetzagentur für eine Einspeise-Förderung bewerben.

Zuschlag erhalten

Das zwischenzeitlich von der Energiebauern GmbH übernommene Projekt Granheim war sodann auch das erste in Baden-Württemberg, das einen Zuschlag für eine Förderberechtigung erhielt. Der Solarpark wird in den kommenden 20 Jahren Strom für lediglich 5,66 Cent pro Kilowattstunde erzeugen.

Im roten Bereich am Waldrand, nordöstlich von Granheim, soll der Solarpark entstehen.
Im roten Bereich am Waldrand, nordöstlich von Granheim, soll der Solarpark entstehen. (Foto: : Stadt)

In den vergangenen Monaten wurden seitens der Stadt Ehingen die verwaltungsrechtlichen Weichen gestellt, sodass nun der bereits 2010 beschlossene Bebauungsplan bekannt gemacht werden kann und in Kürze die Baugenehmigung erteilt wird. „Die Maßnahme passt natürlich gut zu unserer nachhaltigen Stadt. Der Anteil der erneuerbaren Energien in unserer Stadt wird dadurch erhöht, es wird was für den Klimaschutz getan“, erklärt Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann und ergänzt: „Die Voraussetzungen für einen Solarpark bei Granheim wurden in Ehingen bereits im Jahr 2010 geschaffen.“ Die Stadt Ehingen sei in Sachen Grundstücke an dem Solarpark laut Baumann „nur marginal“ beteiligt.

Größtenteils private Flächen

„Es handelt sich hier größtenteils um private Flächen. Der Investor hat hier auch mit den betroffenen Eigentümern direkt verhandelt“, so der OB, der sagt: „Es gibt, wie immer bei solchen Projekten, auch Stimmen, die sagen, dass durch einen Solarpark landwirtschaftliche Flächen nicht mehr für die Landwirtschaft genutzt werden können.“ Die Stadt wird nun den Bebauungsplan veröffentlichen, danach folgt dann die Baugenehmigung für das Projekt. Laut OB Baumann wird der Solarpark bei Granheim der größte auf der Gemarkung der Stadt Ehingen werden – sprich größer als das genehmigte Projekt bei Herbertshofen.

Die Energiebauern GmbH wird den Solarpark, der rechnerisch rund 3100 Drei-Personen-Haushalte mit elektrischer Energie versorgt, laut Pressemitteilung der Stadt Ehingen auch langfristig betreiben und bleibt damit über die gesamte Laufzeit Ansprechpartner für die Stadt Ehingen. Unter und zwischen den aufgeständerten Solarmodulen entstehe artenreiches, extensives Grünland, das von Schafen beweidet wird.

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