Beginn einer wegweisenden Woche

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Ein Derby mit Brisanz verspricht das Spiel der Ehinger (Mitte Philip Drenovak) gegen SG Ulm&Wiblingen.
Ein Derby mit Brisanz verspricht das Spiel der Ehinger (Mitte Philip Drenovak) gegen SG Ulm&Wiblingen. (Foto: SZ- mas)

Ein Derby mit Brisanz und eine knifflige Aufgabe wartet auf die Bezirksliga-Handballer der TSG Ehingen mit dem Spiel bei der SG Ulm & Wiblingen am Samstag, 16. März, 20 Uhr. Die Brisanz ergibt sich aus der Tabellensituation, der Vierte Ehingen gastiert beim Dritten. Mit einem Sieg würden beide Teams die Plätze tauschen. Ein Sieg und ein weiteres Vorrücken ist das Ziel der zuletzt dreimal in Folge siegreichen TSG. Die knifflige Aufgabe besteht darin, dass in der Tannenplatzhalle in Wiblingen Harzverbot herrscht, was an Haftmittel gewöhnte Gäste oft vor Schwierigkeiten stellt.

TSG-Trainer Winfried Biberacher geht davon aus, dass seine Spieler auch mit harzfreien Fingern gut zurechtkommen – wie schon bei zwei anderen Auswärtspartien in dieser Saison. „In Leutkirch haben wir es geschafft und in Lehr waren wir auch gut dabei“, so Biberacher. Zwar nahmen die Ehinger nur aus Leutkirch (32:30) die Punkte mit, wogegen es in Lehr eine knappe Niederlage (29:31) setzte, doch beide Male warf die TSG viele Tore – für Biberacher ein Indiz, dass Harz nicht das Problem war. Schon eher die Abwehr, denn 31 und 30 Gegentreffer sind zu viele aus Sicht des Trainers. Auch am vergangenen Wochenende, im zweiten Saison-Duell mit dem SC Lehr in heimischer Halle, mussten die Ehinger 34 Tore hinnehmen – mit 36 erzielten Treffern wurde die Partie dennoch gewonnen. Oft hat die TSG zuletzt nach deutlicher Führung in der Schlussphase jeder Halbzeit viele Gegentore kassiert, aufgrund von Nachlässigkeiten angesichts eines klaren Vorsprungs oder schlicht und einfach, weil die Kräfte schwanden. Winfried Biberacher lässt oft eine 3:2:1-Abwehr spielen, mit der die meisten Gegner in der Bezirksliga nicht gut zurechtkommen, die aber sehr laufintensiv und kräftezehrend ist, wenn sie gut und effizient umgesetzt wird. „Da muss man schon Vollgas geben“, so Biberacher. Die Voraussetzung dafür legt man im Training, doch der Trainingsbesuch ließ in letzter Zeit teilweise zu wünschen übrigen aufgrund von Blessuren, beruflichen oder privaten Verpflichtungen.

Dabei hat die TSG Ehingen noch alle Chancen, eine bisher durchwachsene in eine erfolgreiche Saison umzuwandeln. Drei Siege in Folge hievten das Team auf den vierten Platz, einen Punkt hinter dem Tabellendritten und nächsten Gegner Ulm & Wiblingen und zwei hinter dem Zweiten und darauffolgenden Kontrahenten HC Lustenau. Die Ehinger haben noch viel in der eigenen Hand.

Dass Ulm & Wiblingen zu schlagen ist, bewies das Hinrundenspiel im November in Ehingen, das die TSG sicher mit 26:18 gewann. Einen Erfolg traut Biberacher seiner Mannschaft auch in Wiblingen zu, wenn sie in der Verteidigung ähnlich konzentriert und konsequent zu Werke geht wie damals, die Chance nutzt und sich nach einem deutlichen Vorsprung nicht mehr in Schwierigkeiten bringen lässt. „Das wäre schon super, wenn wir gewinnen“, sagt der Trainer. „Es wäre auch ein entscheidender Schritt.“ Personell dürfte sich gegenüber der Partie zuletzt zu Hause gegen Lehr nichts ändern – möglicherweise ist Tim Biberacher wieder im Kader, der nach einer Zahn-OP am vergangenen Wochenende aussetzen musste.

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