Bürger schildern ihre Probleme im Neubaugebiet

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Die CDU-Kandidaten schauten sich im Rosengarten um.
Die CDU-Kandidaten schauten sich im Rosengarten um. (Foto: SZ- hog)

Alle Teilorte, aber auch das neue Wohngebiet Rosengarten sind Anlaufstelle für die CDU-Mitglieder aus dem Ehinger Gemeinderat und die aktuellen Kandidaten. Am Montag besuchten sie das neue Wohngebiet Rosengarten. Dabei stellten etliche Bürger ihre Probleme vor Ort dar. Manuel Hagel, Michael Mouratidis und Peter Bausenhart versprachen, die Anliegen in den Rat und zur Verwaltung mitzunehmen.

Um zu hören, wo der Schuh drückt, war Treffpunkt der Kreisverkehr an der Einfahrt zur Carl-Friedrich-Goerdeler-Straße, mithin am Tor zum Rosengarten. Hier beklagten die Anwohner, es fehle ein Zebrastreifen am Kreisverkehr. Hierdurch sei der Schulweg für Kinder gefährlich. Manuel Hagel, frisch im Amt des CDU-Generalsekretärs für Baden-Württemberg bestätigt und Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Ehinger Gemeinderat, wies darauf hin, dass am Kreisverkehr eine Zuständigkeitsgrenze sei. Die Straße sei eine Kreisstraße, für die der Landkreis zuständig sei, die Stadtverwaltung sei nur für die Wege und Straßen innerorts zuständig. Da jedoch am Kreisverkehr das Ortsschild stehe, gehe er davon aus, dass die Zuständigkeit der Stadt am Schild beginne. Hagels Stellvertreter als Fraktionsvorsitzender, Michael Mouratidis, strebt zur Klärung der Frage eine Verkehrsschau an. Hagel sicherte zu: „Wir wollen uns inhaltlich mit diesem berechtigten Anliegen beschäftigen. Unter Bürgerbeteiligung werden wir den Verkehrsfluss klären, nicht nur jenen der Autos, sondern auch jenen der Fußgänger.“

Kita und Kindergarten waren das zweite Thema, denn selbst wenn man das Kind unmittelbar nach der Geburt anmeldet, bekomme es keinen Platz in der Kita des Wohngebiets. „Fragen Sie in Rißtissen oder Dächingen“, so habe die Aussage der Verwaltung gelautet. Andererseits seien Kinder von außerhalb des Wohngebiets in der Kita und wer nicht in die Kita komme, verpasse auch den Kindergarten. „Wenn beide Eltern auswärts arbeiten, wie soll das gehen?“, fragte ein Papa einer eineinhalbjährigen Tochter. Stadtrat Peter Bausenhart sprach von der beschlossenen Erweiterung auf zwei Gruppen, gab aber zu, dass er und seine Kollegen überrascht sind vom schnellen Wachsen des Wohngebiets. „Leider gibt es Engpässe“, so der Rat. Manuel Hagel gab zu bedenken, dass die Infrastruktur auf längere Sicht geplant werde. „Wir wissen, der Rosengarten wird weiter wachsen, der Kultur- und Sozialausschuss muss darüber beraten.“

Autos zu schnell

Die Bushaltestelle am Kreisverkehr sei im Zuge einer Baumaßnahme eingezogen und nach deren Beendigung nicht wieder in Betrieb genommen worden, die Kinder müssten in der Heufelderstraße ein- und aussteigen, lautete eine Kritik. Auch sei nach 50 Metern das Ende des neuen Fahrbahnbelags erreicht, es fehle in der Hauptdurchgangsstraße ein Feinbelag, der die Lärmbelästigung senke. Trotz Zone 30 seien Autos oft mit 50 oder gar 70 Stundenkilometern unterwegs. Auch seien die von der Stadt zugesagten Schilder für verkehrsberuhigte Zonen für die Nebenstraßen noch nicht da. Michael Mouratidis versprach, diese Punkte mitzunehmen.

Am Lärmschutzwall wurde kritisiert, dass der Rasen zu selten gemäht werde, und die Verfüllung nicht ausreichend sei, außerdem werde nicht bewässert. Hundehalter würden die im Rathaus kostenlos ausgegebenen Tüten nach Befüllen in den Rasen werfen. Manuel Hagel hierzu: „Wir melden das dem Bauhof, die Anwohner haben über ihren Erschließungsbeitrag den Lärmschutzwall bezahlt, ich gehe davon aus, dass die Zuständigkeit bei der Stadt liegt.“

Kritisiert wurde, dass erst ein Spielplatz für das Wohngebiet verwirklicht sei, obwohl weitere geplant seien. Bei der Begehung des für den dritten Bauabschnitt ausgewiesenen Platzes sagte Peter Bausenhart, „der Bedarf der Errichtung ist gegeben, nachdem drei Bauabschnitte fertiggestellt sind, und der vierte beschlossen“. Michael Mouratidis wird sich wegen des Punktes auch um das Thema Personalengpass in der Verwaltung kümmern. Beklagt wurde ferner, die Stadt habe auf der einen Straßenseite die Bäume nicht in die Verkehrsinseln gesetzt, sondern auf die Grundstücke. „Mein Baum hat einen Pilz, das hat die Stadt bestätigt, und gemeint, ich solle auf eigene Kosten einen neuen Baum pflanzen. Das kann doch nicht sein“, beschwerte sich ein Eigentümer.

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