Ausbilder werben um Lehrlinge von morgen

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Die Schüler bekamen Einblicke in das Berufsleben.
Die Schüler bekamen Einblicke in das Berufsleben. (Foto: SZ- kö)

In der achten Klasse machen die 43 Schüler der Michel-Buck-Schule ein Betriebspraktikum und so werden erste Weichen für die Berufswahl gestellt. Jetzt haben sich sechs Betriebe, das Autohaus Braun & Maurer, das Kreiskrankenhaus, die Firma Rampf, Frisör Klier und das Bildungszentrum Holzbau und Aldi, den Schülern in der Schule vorgestellt.

„Bei uns kommen fast alle Lehrlinge von der Michel-Buck-Schule“ sagte Konrad Aierstock, Inhaber vom Autohaus Braun & Maurer, so auch Ismail Chahil, der seinen Chef an seine alte Schule begleitet hat. Für ihn war der Beruf des Kfz-Mechatronikers schon immer der Traumberuf. Er hat beim Autohaus Braun, das auch Bildungspartner der Schule ist, sein Praktikum gemacht und dort die Lehrstelle bekommen.

Das Holzbauzentrum Biberach ist mit Zimmerer Wolfgang Schafitel im Technikraum der Schule vertreten. „Was macht ein Zimmerer?“ fragte der die Schüler. „Dächer“ wissen diese und auch, dass man dafür schwindelfrei sein muss. Man muss auch um die Ecke denken können, erklärte der Zimmerer ihnen, und wofür die Kluft gut ist, die er bei der Arbeit trägt. So schützt der Hut mit der breiten Krempe vor der Sonne, die weiten Beine der Schlaghose sorgen dafür, dass keine Sägespäne in die Schuhe fällen. Schafitel erzählte den staunenden Schülern auch, was es mit der Walz der Handwerksburschen auf sich hat.

Es machen nur noch wenige, aber man darf dabei drei Jahre nicht näher als 50 Kilometer an zuhause kommen. Die jungen Handwerker reisen mit leichtem Gepäck, sollen unterwegs andere Techniken, fremde Gegenden und Länder kennenlernen. „Früher wurden so unterschiedliche Techniken weitergegeben“, sagte Schafitel.

Thomas Gaßmann von der Firma Rampf sucht Lehrlinge, die auch bei der Firma bleiben. „Gute Hauptschüler sind unser Klientel“, betonte er. Im Vergleich zu anderen Jahren gab es 2019 viele Bewerber. Rampf bildet sechs Feinwerkmechaniker, einen Technischen Produktdesigner, einen Elektroniker für Betriebstechnik und einen Feinwerkmechaniker pro Jahr aus und hat derzeit 25 Lehrlinge.

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