Aus Ehingen wird Kügeleshausen

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Die Wilden Weiber aus Ehingen werden am Glombigen traditionell über das Feuer auf dem Marktplatz springen, nachdem der Groggadäl
Die Wilden Weiber aus Ehingen werden am Glombigen traditionell über das Feuer auf dem Marktplatz springen, nachdem der Groggadäler ausgegraben und der Schlüssel von OB Alexander Baumann an den Spritzenmuck übergeben wurde. (Foto: SZ-Archiv mas)
Tobias Götz

Die Große Kreisstadt Ehingen wird vom Glombigen Doschdig bis Fasnetsdienstag zur Narrenstadt Kügeleshausen. Die Narren übernehmen das Kommando und haben am Glombigen einen Tag voller Brauchtum und Tradition vor sich, mit den Höhepunkten der Ausgrabung des Groggadälers und der Schlüsselübergabe von Oberbürgermeister Alexander Baumann an den Spritzenmuck auf dem Rathausbalkon.

Erstmals wird in diesem Jahr der Glombige Doschdig mit all seinen Veranstaltungen rund um das Ehinger Fasnetsbrauchtum auf Video gebannt. „Nic Johannsen wird mit einem Kumpel zusammen einen Film über den Ehinger Glombigen drehen. Damit haben wir nicht nur Bewegtbilder für die Nachwelt, sondern auch für den Narrenschopf in Bad Dürrheim“, sagt Peter Kienle, Zunftmeister der Narrenzunft Spritzenmuck und ergänzt: „Die Narren und die Zuschauer müssen sich also nicht wundern, wenn plötzlich eine Drohne über den Groggensee fliegt. Denn mit der wird auch gefilmt.“

Bisher, so Kienle, sei die Fasnet für die Ehinger Zunft „absolut perfekt“ verlaufen, es habe weder bei den Ausfahrten, noch beim Narrenball in der Lindenhalle Probleme gegeben. „Es herrscht große Harmonie innerhalb der Zunft. Ich habe nichts zu bemängeln“, betont Kienle, der sich gerne an die Ausfahrt nach Siebnen in der Schweiz oder das Landschaftstreffen in Bad Waldsee erinnert.

„Siebnen war Fasnet einmal anders. Der Umzug glich eher eine Prozession, in der Schweiz ist halt alles ein bisschen langsamer“, scherzt Kienle. Mit dem Narrenball, auf den am Wochenende der Bürgerball, der Nostalgieball und am Montag die Redoute folgen werden, war der Ehinger Narrenchef hochzufrieden. „Das Programm ist toll und wurde von allen Seiten gelobt. Auch die neue Pächterfamlie Dabisch hat ihre Feuertaufe bestanden und einen guten Job bei der Bewirtung gemacht“, sagt Kienle, der sich natürlich besonders auf den Glombigen Doschdig freut. „Egal ob Schulaustreiben, Kinderfasnet, der Besuch bei der ,Schwäbischen Zeitung’ oder die Ausgrabung des Groggadälers – der Glombige ist Jahr für Jahr toll“, so Kienle, der allerdings einen Wehrmutstropfen für die Besucher zu vermelden hat.

Ur-Schlecker bleibt zu

„Wir haben jetzt erst erfahren, dass der Ur-Schlecker an der Fasnet doch nicht öffnen darf. Aus statischen Gründen, weil dort gerade eine Baustelle ist, wurde die Genehmigung doch nicht erteilt. Das finden wir schade, weil dieser in den vergangenen Jahren immer gut angenommen wurde“, so Kienle. Dennoch habe Kügelshausen für die lange Partynacht genügend Lokalitäten zur Verfügung, so beispielsweise die Sansibar im kleinen Saal der Lindenhalle, die Dämonengrotte hinter dem Ochsen und viele weitere Bars und Wirtschaften.

„Der Glombige ist ein tolles Volksfest. Und wenn er so verläuft, wie in den vergangenen Jahren, bin ich glücklich“, so Kienle voller Vorfreude.

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