Auf einen Tanz mit Bach, Mozart und ABBA

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Das Kammermusikensemble begeisterte.
Das Kammermusikensemble begeisterte. (Foto: SZ- kö)

Spark ist ein Kammermusikensemble mit Klavier, Violine, Violoncello, und zwei Flöten mit klassischen und modernen Kompositionen in eigenen Arrangements im Programm.

Im Rahmen des Ehinger Musiksommers gastierten die fünf Musiker, Daniel Koschitzki und Andrea Ritter Flöten, Stefan Balazsovics, Violine, Victor Plumettaz, Violoncello und Christian Frit,z Klavier, im kleinen Saal der Lindenhalle vor einem handverlesenen Publikum.

Kennern, Laien und vor allem jungen Zuhörern wollen sie ihre Musik nahebringen, ist ihr Anspruch. 2011 wurde Spark mit dem Echo Klassik ausgezeichnet.

„On the Dancefloor“ haben sie ihr aktuelles Programm genannt, das bedeutet für Spark konzertante Tanzmusik in oft eigenen Arrangements auf allerhöchstem Niveau. Einen weiten Bogen haben sie gespannt vom Mittelalter bis hin zu ABBA.

Ein ganzes Arsenal von Flöten wartete auf die beiden Flötisten. Ein Menuett aus „Don Giovanni“, Ballettmusik des ganz frühen Mozart aus Pariser Zeiten „Les petits riens“ ging über in eine Gigue von Max Reger, immer charmant von Koschitzki moderiert.

Über Nacht komponierte der Bulgare Lev Ljova Zhurbin bei einem Besuch bei Koschitzki „Budget Bulgar“, einen bulgarischen Tanz.

Wunderschön das Solo von Andrea Ritter auf einer alten Flöte mit einem Stück aus dem Mittelalter. Sinfonischen klassischen Jazz gab es mit einer Prélude von Gershwin, hinreißend von Christian Fritz auf dem Flügel gespielt, gefolgt von „Begin the Beguine“, einem Klassiker von Cole Porter. Weil es ausgerechnet in Aachen im Scotch Club den ersten Club mit DJ gegeben hat, hatte Plumettaz diesem Club musikalisch ein Denkmal gesetzt.

Spark konnte auch ABBA: „Dancing Queen“ durfte auf dem Tanzparkett ebenso wenig fehlen wie Maurice Ravel oder die Inspirationen des Victor Plumettaz über eine Sarabande von Händel. Insgesamt war es ein höchst gelungener und abwechslungsreicher Konzertabend auf sehr hohem Niveau.

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