Auf Dächinger Dorfplatz herrscht Betrieb

Lesedauer: 4 Min
Kapellmeister Matthias Schrade brachte seine Ehgnerländer und das Publikum am Samstagabend in Schwung.
Kapellmeister Matthias Schrade brachte seine Ehgnerländer und das Publikum am Samstagabend in Schwung. (Foto: SZ-Fotos: kurt efinger)
Kurt Efinger

Spanferkel, Schnitzel, Pommes Frites, Spätzle, Salat und nicht zu vergessen hervorragend geschmälzte Maultaschen gibt es in Dächingen in bester Qualität nicht nur beim Frühlingsfest, sondern auch beim Dorfplatzfest am ersten Augustwochenende. Das muss sich weit herum gesprochen haben. Am Sonntag herrschte in der Mittagszeit bei idealem Wetter Hochbetrieb.

Reibungsloser Ablauf

Guter Rat ist teurer als das Essen, wenn man irgendwo hinkommt und keinen leeren Sitzplatz vorfindet. So erging es etlichen Besuchern, die in Dächingen 20 Minuten vor dem Mittagsläuten vom benachbarten Kirchturm auf der bewirteten Fläche vor Dorfbrunnen und Rathaus sich Gutes anzutun im Sinn hatten. Doch spontan wich die Enttäuschung der Freude, als junge Musiker umgehend statt Instrumenten Tische und die dazu gehörigen Bänke anschleppten, vor dem Kirchenzugang aufreihten und zu Tisch baten. Kaum hatte man sich niedergelassen, rückten Serviertöchter zur Aufnahme der Bestellungen an. Verständigungsprobleme gibt es innerhalb des Dächinger Musikvereins wohl nicht. Anders ist es nicht zu erklären, dass nicht viel später Kellner das Gewünschte auftrugen. Einen guten Appetit zu wünschen erübrigte sich angesichts der anregend duftenden Speise auf den Tellern.

So etwas einfach Dorfhockete zu nennen, täte dem Veranstalter und dem Ort unrecht. Da hockt man nicht einfach irgendwo und prostet auf Entfernung irgendwelchen Bekannten zu. Da sitzt man dicht gedrängt und doch bequem und genießt – wie annähernd Tausend andere.

Alle Plätze voll

„Es ist ein Genuss, in Dächingen zu sein“, äußerte sich ein dem Akzent nach im früheren Herzogtum Württemberg beheimateter Schwabe. 70 Jahre ist er schon er auf Erden und Jahrgänger einer gebürtigen Dächingerin, die sich das Dorfplatzfest nie entgehen lässt. Man stelle sich vor, sie hätten keine Sitzplätze gefunden. „Kaum gekommen, waren die Tische schon da“, wunderte sich ein Mitreisender über den prompten Service. Die hohe Schule der Dächinger Gastronomie hatte wieder einmal starken Eindruck hinterlassen – so wie die Musiker von „Schwäbisch7“ mit ihrer populären und professionellen Tischmusik.

Ähnliches lässt sich vom Auftritt der Ehgnerländer am Samstagabend sagen. Wem da schon der Platz voll besetzt erschien, lag nicht falsch. Hier war vor allem Bier gefragt und ebenso die vom Backteam zubereitete unvergleichliche Pizza.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen