Alte Mobiltelefone sind viel wert

Lesedauer: 2 Min
Rektorin Katrin Brosch und Pfarrer Markus Häfele setzen sich für die Verwertung nicht mehr gebrauchter Mobiltelefone ein.
Rektorin Katrin Brosch und Pfarrer Markus Häfele setzen sich für die Verwertung nicht mehr gebrauchter Mobiltelefone ein. (Foto: SZ- kurt efinger)
Kurt Efinger

Ein breites Bündnis von Organisationen aus Kirchen und Zivilgesellschaft hat im Jahr 2015 die landesweite „Handy-Aktion“ gestartet. Seit zwei Monaten ist die Grundschule Erbstetten-Frankenhofen dabei. Am Donnerstag berichtete Pfarrer Markus Häfele über den Sinn des Einsammelns nicht mehr gebrauchter Mobiltelefone.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, in nicht mehr gebrauchten Mobiltelefonen enthaltene Rohstoffe in den Verwertungskreislauf zurückzuführen und auf globale Zusammenhänge der Gewinnung von Rohstoffen und der Gerätefertigung aufmerksam zu machen. Bis Ende 2017 wurden in einer Sammelaktion für nachhaltige Projekte in Afrika rund 40 000 gebrauchte Mobiltelefone gesammelt, davon allein über 8000 im letzten halben Jahr.

In Afrika kennt sich Markus Häfele aus. Etliche Jahre hat er vor seiner Ordination in Sudan als Diakon Erfahrung in kirchlicher Sozialarbeit gewonnen. Als Pfarrer von Mundingen ist er in der Grundschule der Ehinger Alb für den evangelischen Religionsunterricht zuständig und hat an beiden Schulstandorten mit Unterstützung durch Rektorin Katrin Brosch und der anderen Lehrerinnen Sammelkartons für gebrauchte Telefone aufgestellt. Mit der Aktion setzt sich die Schule gegen den Industrie-Standard ein, dass ein Mobiltelefon etwa alle 18 Monate gegen ein Neues ausgetauscht wird und so die Umwelt belastet.

Dass es auch anders geht, verdeutlichte Markus Häfele am Beispiel der Firma Fairphone mit Sitz in Amsterdam. Diese hat unter der Leitung von Bas van Abel zwei unter fairen Bedingungen hergestellte Smartphones entwickelt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen