Aderlass verursacht Kopfzerbrechen beim Staffeltag

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Bezirksjugendleiter Horst Braun (l.) und sein Stellvertreter Sigmar Störk (sitzend beim Laptop) tauschten sich schon 2014 in Un
Bezirksjugendleiter Horst Braun (l.) und sein Stellvertreter Sigmar Störk (sitzend beim Laptop) tauschten sich schon 2014 in Untermarchtal mit den Vereinen aus. (Foto: Archiv)
Hans Aierstok

Die Zahl der Kreisliga B-Mannschaften ist stark rückläufig. In der neuen Saison 2018/19 haben nur insgesamt 48 Vereine für die unterste Spielklasse im Bezirk Donau gemeldet. Dies ist innerhalb eines Jahres ein Rückgang von sechs Mannschaften.

Diese Tatsache führte beim Staffeltag der Kreisliga A1, B1 und B2 zu viel Überlegung und langen Diskussionen. Bezirks-Spielleiter Sigmar Störk und Bezirksvorsitzender Horst Braun hatten sich im Bezirksvorstand viele Gedanken gemacht. Vorschläge von Sigmar Störk waren, weiterhin mit vier Kreisligen zu je zwölf Mannschaften zu spielen oder alternativ nur drei B-Ligen zu je 16 Vereinen zu bilden. Nach längerer Diskussion entschieden sich die Vereine aus dem Bereich ein mit 15 zu neun Vereinsstimmen für weiterhin vier B-Ligen. Mit diesem Ergebnis gehen Sigmar Störk und Horst Braun nun am heutigen Montag in den Staffeltag des Bereichs zwei. Erst nach dieser Abstimmung steht fest, wohin die Reise geht.

Zwölf oder 16 Mannschaften

Bleibt es bei der Zwölfer-Regelung, so würden SG Ersingen, TSV Allmendingen, FC Schmiechtal, SG Dettingen, SSV Ehingen-Süd II, SV Niederhofen, KSC Ehingen, TSG Ehingen II, SV Granheim, FC Marchtal, SC Lauterach und SG Altheim II die Kreisliga B1 bilden. Reserve-Mannschaften: neun.

Folgende zwölf Mannschaften spielen dann in der Kreisliga B2: SF Bussen, SSV Emerkingen, SV Uttenweiler II, SV Unterstadion, SG Alt-heim/Andelfingen II, SV Unlingen, SV Oggelshausen, SV Seekirch, FV Neufra II, TSV Riedlingen II, SpVgg Pflummern-Friedingen, SV Herbertshofen. Acht Vereine melden Reserve-Mannschaften.

Bernhard Ritzler zu Gast

Staffelleiter Dietmar Traub konnte außer Mitgliedern der Bezirks-Vorstandschaft auch Untermarchtals Bürgermeister Bernhard Ritzler begrüßen. Seit mehr als 20 Jahren bestehe der aus den Vereinen SV Untermarchtal und SpVgg Obermarchtal hervorgegangene FC Marchtal. Ritzler freut sich, dass diese Fusion so gut klappte. Er appellierte an die anwesenden Vereinsvertreter, die Schiedsrichter zu unterstützen.

Der Staffelleiter sprach eingangs seines Berichts davon, dass die Verbandsrunde „ohne größere Komplikationen“ abgelaufen sei, erwähnte dann jedoch, dass das Wetter arg mitgespielt habe. So wurden in der Kreisliga A1 62 Spielverlegungen notwendig, in der Kreisliga B1 36 Verlegungen und in der Kreisliga B2 43 Verlegungen. Traub nannte die Meis-ter von ersten Mannschaften und Reserven, bedauerte aber, dass bei vielen Reservespielen kein Schiedsrichter erschienen sei. In allen drei Spielklassen gab es einen Durchschnitt von rund vier Toren pro Spiel.

Abschied von Andreas Janz

Der bisherige Pokalspielleiter Andreas Janz gab seine Abschiedsvorstellung: „Ich bin heute nur noch Gast.“ Als ein Kuriosum nannte er einen Fall aus der zurückliegenden Bezirkspokalrunde: „Ein Verein wollte zunächst eine Verlegung und hat dann abgesagt!“

Im Bericht des Sportgerichts Do-nau nannte Franz Heckenberger erfreuliche Zahlen: Insgesamt gingen die Urteile in der Zeit vom 1. Juli 2017 bis 30. Juni 2018 von 242 auf 203 zurück. Die Kreisliga A1 weist einen geringen Zugang von 31 auf 32 auf. Die Kreisliga B1 hatte 26 (nach 34) Urteile, die Kreisliga B2 18 (nach 23) Urteile. Die Verfahrenskosten im Bezirk Donau gingen um mehr als 800 Euro zurück.

Michael Glatzer, Vorsitzender des Gastvereins SV Untermarchtal, leitete die Entlastung und die Neuwahl des Staffelleiters. Dietmar Traub wurde ohne Gegenstimme in seinem Amt bestätigt.

Spielleiter Sigmar Störk hielt die Vorschau auf die Verbandsspielrunde 2018/19. Am 12. August beginnt die Saison mit der ersten Pokalrunde. Für die Kreisliga A1 ist dann am Donnerstag, 16. August, der erste Spieltag. Vorgesehen ist der Beginn der Punkterunde der Kreisligen B am Sonntag, 19. August. Falls in Zwölfer-Staffeln gespielt wird, dauert die Winterpause für die B-Teams vom 11. November bis 7. April, Saisonende ist der 8. Juni. Falls jedoch drei B-Ligen zu je 16 Vereinen gebildet würden, würde die Winterpause vom 2. Dezember bis 10. März dauern. In der Diskussion kam die Meinung zum Tragen, dass beide Regelungen nicht gut seien. Sigmar Störk sagte zum Abschluss, dass im Falle einer weiteren Abnahme der Vereine in der unteren Klasse eine Verminderung auf insgesamt drei Kreisligen B im Bezirk in Zukunft wohl unumgänglich sei.

Bericht durch den Vorstand

Bezirksvorsitzender Horst Braun berichtete noch vom Verbandstag und gab die Namen des Bezirksvorstandes bekannt. Er hatte unter Punkt neun der Tagesordnung außerdem die Möglichkeit, seine Anliegen an die Vereinsvertreter weiterzugeben.

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