650 Schüler informieren sich über Berufe

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Auf der Ausbildungsmesse war einiges geboten: Bei Liebherr konnten die Jugendlichen mit einem Simulator schweißen.
Auf der Ausbildungsmesse war einiges geboten: Bei Liebherr konnten die Jugendlichen mit einem Simulator schweißen. (Foto: SZ- Prandl)

Bei der Top-Job-Messe in Ehingen haben sich Schüler aus der Region am Mittwoch nicht nur über Ausbildungen und Studiengänge informieren, sondern durften auch einiges ausprobiert. Ehingens Oberbürgermeister Alexander Baumann hatte am Mittwochmorgen die Ausbildungs- und Studienmesse in der Lindenhalle eröffnet. Er dankte allen Beteiligten, die dabei helfen, „junge Menschen an die Berufe heranzuführen“. Auch Landrat Heiner Scheffold war gekommen. 650 Schüler hätten sich angemeldet, erklärte Organisator Markus Schirmer von der AOK. Erstmals würden auch fünf Klassen vom Ehinger Gymnasium kommen.

Egal ob Kaufmann, Pfleger oder Maurer – mehr als 50 Aussteller haben für ihre Ausbildungsmöglichkeiten in Ehingen geworben. Beim Geschicklichkeitswettbewerb am Stand der Firma Liebherr konnten Schüler vor dem Bildschirm einen Helm aufziehen, und am Simulator so genau wie möglich schweißen, um so viele Punkte zu sammeln wie möglich.

650 Schüler informieren sich über Ausbildungsberufe
Schweißen, Zeichnen, Bohren: Bei der Top-Job-Messe in Ehingen dürfen die Schüler einiges ausprobieren.

Auch die beruflichen Schulen waren vertreten. Die Gewerbliche Schule informierte zum Beispiel über die Ausbildung im Hinblick auf die Industrie 4.0 und hatte Projektarbeiten der Schüler dabei – etwa ein kleines Fahrzeug, das durch die Luft einer Fahrradpumpe in Bewegung gesetzt werden kann.

Schlüsselanhänger herstellen

Am Stand von Schwenk Zement aus Allmendingen konnten die Schüler Metall körnen und bohren und so einen Schlüsselanhänger herstellen. „Es ist schwierig, da braucht man viel Kraft“, sagte Mădălină aus der achten Klasse der Michel-Buck-Schule beim Bohren. „Industriemechaniker ist ein beliebter Beruf“, erklärte Michael Nemeth, der zurzeit im ersten Lehrjahr ist. „Da kann man relativ viel machen und wird an verschiedenen Stellen im Werk eingesetzt.“

Marie aus der Klasse 8/1 der Längenfeldschule informierte sich am Stand von Etimex aus Rottenacker über den Beruf des Elektronikers. Technisch tue sich ständig etwas, erklärte ihr Ausbilder Helmut Rettich. „Deshalb sind immer wieder Schulungen nötig, um Dinge nachjustieren zu können.“ Elektroniker sei ein hoch technischer Beruf, der sich an Mathematik anlehne. Zur Anschauung lief neben der Gesprächsgruppe eine Spülmaschine mit durchsichtigen Wänden. „Ich finde es spannend, zu programmieren“, sagte Marie, „und auch interessant, dass der Betrieb Teile für Spülmaschinen herstellt.“ In allen Ausbildungsbereichen sei es schwierig, gute Leute zu finden, erklärte der Ausbilder. Man stehe in Konkurrenz zu den großen Betrieben in Ehingen, Biberach und Ulm. Noch für dieses Jahr suche man jemanden für die Elektroniker-Ausbildung.

Etwas leichter hat es da Modiscript-Schlegel Werbung aus Unterstadion. „Mediengestalter ist ein sehr angesagter Beruf geworden“, sagte Viktoria Stark. Durch einen Zeichenwettbewerb wollte das Unternehmen nichtsdestotrotz Talenten auf die Spur kommen.

Das Hotel Rose in Berg bildet in den Bereichen Service und Küche aus. „Es ist schwierig, jemand Guten zu finden“, sagt Norbert Zimmermann. „Aber wenn man etwas tut, kriegt man Lehrlinge.“ Deshalb sei die Rose auch auf den Ausbildungsmessen vertreten.

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