40 Kinder bestaunen die Ehinger Feuerwache

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Gruppenfoto mit dem LF 20 der Ehinger Feuerwehr.
Gruppenfoto mit dem LF 20 der Ehinger Feuerwehr. (Foto: SZ- hog)
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40 Kinder haben am Donnerstag am CDU-Ferienprogramm teilgenommen, in dessen Rahmen die Jugendfeuerwehr ihnen die Tore zum Feuerwehrhaus geöffnet hat. Die Kinder durften dreieinhalb Stunden die Feuerwehrautos besichtigen, die Atemschutz-Übungsanlage testen, und sich im Spritzen mit dem Schlauch beweisen.

20 Kinder am Vormittag, 20 am Nachmittag, jeweils dreieinhalb Stunden, das war eine runde Sache bei der Jugendfeuerwehr. Christoph Mönch, Johannes Huber, Marina Peterka, Max Braig, Julian Schubarth, Martin Hauswald und Jonas Missel von der Feuerwehr und Jugendfeuerwehr führten die Ferienkinder in die Garage mit den Feuerwehrautos und in den Keller, wo es allerhand spannendes zu entdecken gab. Zunächst galt es, im Keller die Atemschutz-Übungsanlage zu durchlaufen. Rund 50 Atemschutzträger umfasst die Ehinger Feuerwehr, die alle 15 Mal im Jahr in der Anlage ihre Belastungsübungen, und einmal pro Jahr ihre Tests absolvieren müssen. Auch bietet die Feuerwehr hier regelmäßig mehrwöchige Atemschutzlehrgänge an. Dabei war die Geh- und Kriechstrecke in Gitterkäfigen für alle die lustigste Herausforderung, auf mehreren Ebenen sind 32 Meter Länge zu durchlaufen.

Das Bedienen der 1939 eingerichteten Weckerlinie fiel den Kameraden von der Jugendfeuerwehr gar nicht so leicht, handelt es sich dabei doch um die erste „Stille Alarmierung“ vor der Funkalarmierung durch Piepser. Hier wurden nur die Feuerwehrangehörigen geweckt, nicht wie bei der Sirenenalarmierung die ganze Stadt. Mit dem Kurbelinduktor wurde in den frühen Jahren zur Alarmierung Strom erzeugt. Dies fand in der Polizeiwache im Rathaus statt, Schleife I Obere Stadt, Schleife II Untere Stadt. Nach dem Krieg waren Polizei und Feuermeldezentrale ins Amtsgericht verlegt worden, 1965 war eine neue Zentrale im Feuerwehrhaus installiert worden, die bis 1987 in Betrieb war, zuletzt mit Batteriebetrieb mit Umformer.

Gezeigt wurden im Keller auch die Spinde im Jugendfeuerwehrraum, wo sich 20 Jugendliche und 13 Betreuer jeden Dienstag von 18.30 bis 20 Uhr zum Üben des Aufbaus von Löschangriffen und zur geselligen Runde treffen. Gerne dürfen sich Mädchen und Jungen ab acht Jahren jederzeit anschließen. Nebenan besuchten die Kinder die Schlauchwerkstatt. Im zweiten Teil hat Max Braig die Alarmierung erklärt. Er zeigte den Alarmgang, in dem sich die Feuerwehrmänner vor dem Einsatz rasch umziehen können.

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