Kirche strahlt nach Renovation wie neu

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In der frisch renovierten Dieterskircher Kirche zelebrierten (von links) Pater Tomy, Pfarrer Klaus Wolfmaier, Domkapitular Andre
In der frisch renovierten Dieterskircher Kirche zelebrierten (von links) Pater Tomy, Pfarrer Klaus Wolfmaier, Domkapitular Andreas Rieg und Pfarrer Rudolf Dehne beim Festgottesdienst. (Foto: Carmen Bogenrieder-Kramer)
Schwäbische Zeitung
Carmen Bogenrieder-Kramer

Es ist geschafft – in Dieterskirch werden die Gottesdienste seit Sonntag wieder in der Kirche gefeiert. Knapp ein Jahr dauerte die Innenrenovation. Jetzt erstrahlt die Kirche in neuem Glanz. Ein Anlass, der am Sonntag würdig gefeiert wurde, zuerst in der Kirche mit einem Festgottesdienst und danach in der Gemeindehalle. Dort gab es bei Kaffee und Kuchen einige Überraschungen.

Architekt Guido Vogel berichtete unter anderem von der restauratorischen Reinigung der kompletten Raumschale einschließlich der Figuren und Altäre und von der umfassenden Erneuerung der Elektroanlage. Das betraf die Bereiche Beleuchtung, Bankstrahlerheizung sowie die Lautsprecher- und Alarmanlage. Er erwähnte auch die Umgestaltung der Sakristei und lobte den „außergewöhnlichen Zusammenhalt der Kirchengemeinde“. In Eigenleistung seien etwa die Bänke ein- und ausgebaut worden.

Architekt Vogel bedankte sich zudem bei allen beteiligten Firmen für deren Einsatz: „Alle haben trotz der derzeitigen Hochkonjunktur pünktliche und sehr gute Arbeit geleistet.“ Zum Gerüst, das eigens zur Reinigung der Raumschale konstruiert wurde und von dem aus alle Decken- und Wandbereiche erreicht werden konnten, sagte er: „Da hat die Firma Schaible ein Meisterstück abgeliefert. Es war fast zu schade, um es wieder abzubauen.“ Klar, dass der Architekt damit zum Lachen und Schmunzeln animierte und für viel Beifall sorgte. Am Ende seiner Ansprache überraschte er alle Gäste im proppevollen Saal mit einer guten Nachricht. Er sagte: „Wir werden die Kostenschätzung voraussichtlich deutlich unterschreiten.“

Weitere Ansprachen gab es von Manfred Rommel, dem zweiten Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, und von Pfarrer Klaus Wolfmaier. Sie dankten für die gelungene „Ertüchtigung der Kirche“, die gut 400 ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die präzisen Handwerkerleistungen sowie die Solidarität in der Seelsorgeeinheit.

Wolfmaier: „Kirche am Ort lebt“

Stellvertretend für alle Helfer und Mitarbeiter überreichte der Geistliche einen Blumenstrauß an Pfarramtssekretärin und Renovierungsbegleiterin Bettina Bek. „Kirche am Ort lebt“, stellte Pfarrer Wolfmaier fest. Das zeige sich im Engagement, im Zusammenhalt und im Miteinander der ganzen Kirchengemeinde. Mit dieser Feststellung spannte der Pfarrer einen Bogen zum Festgottesdienst und zu den Ausführungen von Domkapitular Andreas Rieg.

Der Festzelebrant beleuchtete in der Kirche die Frage, ob der Menschensohn, wenn er wiederkomme, noch Glauben finde. Rieg spiegelte das tägliche Leben, in dem es oft um Gewinner und Verlierer und um Schwarz-Weiß-Malerei ginge. Dem gegenüber, so stellte er fest, sei Gott die bedingungslose Liebe. Ein Zeichen dafür sei das Kreuz. Glaube definierte der Domkapitular als „vertrauensvollen Sprung in die Arme Gottes“. Andreas Rieg fand aufmunternde Sätze wie: „aus Gnade seid ihr gerettet“, „Gott liebt das Leben bunt, er ist kein Schwarz-Weiß-Maler, „wer glaubt, ist schon gerettet“.

Begleitet wurde die kirchliche Feierstunde vom Musikverein und vom Kirchenchor Dieterskirch.

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