Volles Haus beim Dächinger Frühlingsfest

Lesedauer: 5 Min
Kurt Efinger

Die Festzeltsaison 2018 ist eröffnet. Am Wochenende startete sie mit dem durchweg gut besuchten Frühlingsfest des Musikvereins Dächingen. Höhepunkt war am Sonntag der Gesamtchor von sechs der sieben Ehinger Musikkapellen auf dem Dorfplatz.

Auch nach dem perfekten Kreismusikfest 2013 weiß man in Dächingen groß zu feiern. Am Sonntagnachmittag reichten im Festzelt die Plätze nicht aus. „Wenn alle rein gehen, gehen nicht alle rein“, drängte sich als Vermutung auf, nachdem die sechs Musikkapellen ins Festzelt eingezogen waren und mindestens zweimal so viele Zuhörer und Zuschauer des Gesamtchores folgten. Alles fand bei idealem Frühlingswetter statt, und das bedeutete, dass man auch neben dem Zelt im Freien sitzen konnte.

Stadtmusikfest mit 500 Musikern

Bekannterweise hat die Große Kreisstadt Ehingen sieben Musikkapellen. Eine davon ist in Dächingen, die andern in Frankenhofen, Kirchbierlingen, Kirchen, Mundingen, Rißtissen und schließlich mit der Stadtkapelle in Ehingen selbst. Gewissermaßen ein Stadtmusikfest mit 500 Musikern und einer riesigen Menge Publikum ergab sich aus der Idee der Dächinger Musiker, alle Kollegen im Stadtgebiet zu einem Gesamtchor beim Frühlingsfest einzuladen. Hierbei dirigierten Oberbürgermeister Alexander Baumann, der Dächinger Dirigent Hans-Gerd Burr und der stellvertretende Kreisverbandsdirigent Steffen Lepple jeweils ein Stück. Damit danach beim Zug zum Zelt jede Kapelle auch musikalisch zum Zug kam, schob man dabei jeweils drei Traktoren des Oldtimertreffens dazwischen.

Voll besetztes Festzelt

Das erste Mal voll besetzt war das Dächinger Festzelt am Sonntag bereits um die Mittagszeit. Wer zu spät kam, fand nur noch ganz vorne, wo die Musik etwas lauter ist, einen Platz. Junge Musikerinnen nahmen die Bestellungen auf, ihre männlichen Kollegen bedienten umgehend. Der Service stellte wieder eine logistische Meisterleistung dar.

Im Freien konnte man beim dritten von Tobias Scheffold und Christoph Walk organisierten Oldtimertreffen nicht nur viele alte Traktoren bewundern sondern auch einige Raritäten aus der Automobilgeschichte. Franz Bronner aus Weilersteußlingen fuhr mit einem Mercedes-Benz 170 D aus dem Jahr 1949 vor. 40 Ps leistet sein Dieselmotor. Mit 58 PS wesentlich stärker und vor allem viel komfortabler macht sich der Citroën Traction Avant von 1953, mit dem sein Besitzer Hansjörg Rau aus Schelklingen heute noch spielend Tempo 120 erreicht.

„Bandits“ rocken das Zelt

Mit „knallharten Jungs und einer Banditenbraut“ enterte die Münchner Partyband „Bandits“, darunter mit Leander Huber am Schlagzeug ein waschechter Dächinger, am Freitgabend die Bühne des Dächinger Festzelts. 1300 zahlende Gäste erlebten das Schau- und Hörspiel live mit und gaben sich der Lebensfreude hin. „Wir bedanken uns für die megageile Stimmung“, sprach einer der Banditen um Mitternacht, bevor es nach einer kurzen Pause weiterging.

Mit Abitur oder kurz davor dürften die meisten der 800 Fans von Fiddler’s Green am Samstag gewesen sein. Die frisch gestimmten Gitarren zum Irish Speedfolk servierte in Schotte, bei dem auch in gebückter Stellung nicht feststand, was er unter dem Kilt trug. Zuvor hatte Mr. Irish Bastard „The Desire For Revenge“ gestillt und anderweitig eingeheizt.

Mehr zum Thema
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen