ZDF sendet Reportage über Blaubeuren

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Der Blautopf in Blaubeuren birgt manches Geheimnis.
Der Blautopf in Blaubeuren birgt manches Geheimnis. (Foto: Archiv: Scholz)
Schwäbische Zeitung

Über die mystische Wirkung des Blautopfs und sein Einfluss auf das Leben rund um Blaubeuren strahlt das ZDF am Sonntag, 12. Juli, um 9 Uhr erstmals eine neue 30-minütige Reportage aus. Der Beitrag wird am 17. Juli um 12.45 Uhr auch auf 3Sat gesendet.

Die als Fernsehmoderatorin bekannte Journalistin Katrin Müller-Walde war begeistert. „Hier gibt es so viel zu sehen, da müssen wir gleich mehrere Beiträge produzieren“, meinte sie bei ihrem ersten Besuch in der Blautopfstadt. Als ZDF-Redakteurin, verantwortlich für Geschichte und Wissenschaft, war sie eigens aus Mainz angereist, um sich vor Ort zu informieren und zu recherchieren. Herausgekommen ist ein 30-minütiger Beitrag mit dem Titel „Mythos Blaubeuren – von Blautopf, Benediktinern und Bannwald“.

Karstquellen, Eiszeit und Touristen

Angekündigt wird der Beitrag mit den Worten: Mystisch wirkt die Gegend rings um Blaubeuren südlich der Schwäbischen Alb – und die Karstquelle Blautopf ist eine der schönsten Deutschlands, für „sonntags“ Anlass zu einem Besuch. Gespeist wird sie durch das Wasser eines unterirdischen Höhlensystems, das sich bis zu den Alpen erstreckt. Oberirdisch bauten Benediktiner ein Kloster, das Zehntausende Touristen alljährlich lockt, die auch entlang der Eiszeitspuren des Urdonautals wandern. Die begehbaren Höhlen und darin entdeckten Kunstwerke der ersten Homo sapiens, die Europa vor 40 000 Jahren besiedelten, erklärte die UNESCO 2017 zum Welterbe.

Mit 500 Quadratmetern Grundfläche ist der Hohle Fels eine der faszinierendsten, natürlichen Bergkathedralen Süddeutschlands. Zu ihren Füßen an den Ufern der Blau bauten vor knapp 1000 Jahren Mönche das Kloster Blaubeuren, das nicht nur berühmte Deutsche wie Kepler, Planck und Hölderlin zum Abitur führte, sondern bis heute jungen Leuten einen besonderen Start ins Leben bietet – auch ohne reiche Eltern. In Blaubeuren zudem besonders beliebt: Wandern und Mountainbiken auf zertifizierten Wegen, Klettern am Berg, Theater und Konzerte in der mittelalterlichen Kleinstadt, Handwerkerschauen bei Gerbern und Schmieden sowie ein Ausflug zu den frei lebenden Urpferden und -rindern, die einen Kalktagebau nachhaltig rekultivieren.

Experten aus der Region dabei

Begleitet wurde das Fernsehteam von verschiedenen Experten aus Blaubeuren, wie Hannes Wiemann vom Urgeschichtlichen Museum, Stephan Buck, dem Kustos im Badhaus der Mönche, oder Hannes Brandt vom AKN Blautal.

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