Polizei sucht vermissten Blaubeurer

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Ibrahim Ürkündag
Ibrahim Ürkündag (Foto: Polizei Ulm)
Schwäbische Zeitung

Seit 19. Oktober 2016 ist Ibrahim Ürkündag aus Blaubeuren verschwunden. Der damals 25-Jährige hatte sich bis dahin auch gelegentlich in Schelklingen aufgehalten. Nachdem die Angehörigen sich an die Polizei wandten, leitete die Kriminalpolizei Ermittlungen ein. Diese blieben bis heute erfolglos.

Jetzt bittet die Polizei die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Suche nach Ibrahim Ürkündag. Er ist 1,73 Meter groß und kräftig. Ürkündag hat braune Augen und hatte zur Zeit seines Verschwindens dunkelbraune, kurze Haare. Er trug damals einen Vollbart.

Die Kriminalpolizei fragt:

Wer hat seit dem 19. Oktober 2016 Ibrahim Ürkündag gesehen?

Wer kennt seinen Aufenthaltsort oder kann Hinweise auf diesen Ort geben?

Mit wem hat Ibrahim Ürkündag über mögliche Reisepläne ins Ausland gesprochen? Wer hat von solchen Plänen gehört?

Wer kann sonst Hinweise auf den Verbleib von Ürkündag geben?

Hinweise an die Polizei

Hinweise bitte an die Ulmer Kriminalpolizei unter der Telefonnummer 0731/18 80 oder an jede andere Polizeidienststelle.

Warum erst jetzt?

Aber warum sucht die Polizei erst jetzt, anderthalb Jahre später, nach dem damals 25-Jährigen? „Weil wir jetzt keine weiteren Anhaltspunkte mehr haben“, sagte Wolfgang Jürgens, Sprecher des Polizeipräsidiums Ulm auf Nachfrage. Welche Anhaltspunkte genau bislang abgearbeitet wurden, wollte Jürgens nicht sagen. Die Beamten hätten alle Bezugspunkte und Kontakte abgeklärt - ohne Erfolg. Die öffentliche Suche sei jetzt der einzige Schritt, „bei dem wir mit unseren Ermittlungen noch ansetzen können.“

Eine frühzeitige Fahndung in der Öffentlichkeit mit Foto sei laut Jürgens nicht möglich gewesen. „Es gibt klare Vorschriften, wann wir das tun dürfen“, sagte er. Eine öffentliche Suche sei auch ein starker Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Zudem habe es keine konkreten Hinweise darauf gegeben, dass ihm etwas zugestoßen sein könnte. Der Vermisste habe auch das Recht, dass er sich aufhalten darf, wo er will, Jürgens.

Weil nun aber doch nicht mehr vollends ausgeschlossen werde könne, dass ihm etwas zugestoßen ist, wendet sich die Polizei jetzt an die Öffentlichkeit. „Das ist jetzt unser einziger Anhaltspunkt“, sagte der Polizeisprecher.

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