Kleine Knochen geben Aufschluss über den Klimawandel

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Die Sonderausstellung ist noch bis zum 9. September im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren zu sehen.
Die Sonderausstellung ist noch bis zum 9. September im Urgeschichtlichen Museum in Blaubeuren zu sehen. (Foto: Archiv / SZ)
Schwäbische Zeitung

Das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren ist am Kirchplatz 10 zu finden. Die Mitarbeiter sind unter Telefon 07344 / 966990 sowie per E-Mail unter info@urmu.de zu erreichen. In der Sommersaison, das heißt vom 15. März bis zum 30. November, hat das Urgeschichtliche Museum immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen rund um das Urgeschichtliche Museum finden Interessierte im Internet unter www.urmu.de

Was hat ein schwefelhaltiger Stein, aus dem vor 40 000 Jahren Funken geschlagen wurden, mit Energiedebatten zu tun? Was verraten Knöchelchen von Mäusen und Lemmingen über den Klimawandel? Was sagen Tierknochen über die Wanderlust der Eiszeitmenschen aus? Antworten gibt die derzeitige Sonderausstellung „Das verschwundene Leben“ im Urgeschichtlichen Museum (Urmu) Blaubeuren, die noch bis zum 9. September zu sehen sein wird.

Das Museum präsentiert laut Mitteilung Objekte, die aus dem Alltag eiszeitlicher Jäger und Sammler erzählen. Kleine bis kleinste Stücke aus Stein, Knochen oder Elfenbein, die oft zeigen, dass sich die Probleme von Eiszeit und Neuzeit ähneln: Feinstaub, nachhaltiger Umgang mit Ressourcen oder Wohnungsnot sind ein Thema schon seit der Mensch die Alb bewohnt. Moderne Grabungsmethoden und neueste wissenschaftliche Forschungen ermöglichen einen feineren Blick auf das verschwundene Leben der Jäger und Sammler der sechs Höhlen am Südrand der Schwäbischen Alb, die seit Juli vergangenen Jahres Unesco-Weltkulturerbe sind.

Zu der Vielfalt an originalen Leihgaben, darunter auch besondere Objekte, die nie oder selten zuvor gezeigt wurden, gehören auch befremdliche Zeugnisse, etwa Überreste menschlicher Knochen aus dem Achtal, die Spuren einer Form des rituellen Kannibalismus aufweisen. Zudem werden laut Mitteilung des Museums die Kulturstufen der Altsteinzeit der Schwäbischen Alb nachvollziehbar.

Das Urmu, das zentrale Erlebnismuseum für die Eiszeitkunst, richtet laut Mitteilung mit dieser Ausstellung den Blick nun von den Starstücken, die im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit in der ständigen Ausstellung des Museums stehen, wie die Venus vom Hohle Fels und die ältesten Musikinstrumente, auf weitere Funde und Befunde der Welterbehöhlen.

Leihgaben kommen von der Universität Tübingen als wissenschaftlicher Partner des Museums sowie dem Archäologischen Landesmuseum, dessen Zweigmuseum das Urmu ist.

Das Urgeschichtliche Museum in Blaubeuren ist am Kirchplatz 10 zu finden. Die Mitarbeiter sind unter Telefon 07344 / 966990 sowie per E-Mail unter info@urmu.de zu erreichen. In der Sommersaison, das heißt vom 15. März bis zum 30. November, hat das Urgeschichtliche Museum immer dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen rund um das Urgeschichtliche Museum finden Interessierte im Internet unter www.urmu.de

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