Karikaturenausstellung in Blaubeuren öffnet die Türen

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Bürgermeister der Stadt Blaubeuren, Jörg Seibold (li.) und Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm (re.) bei der Er
Bürgermeister der Stadt Blaubeuren, Jörg Seibold (li.) und Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm (re.) bei der Eröffnung der Karikaturenausstellung im Foyer des Blaubeurer Rathauses. (Foto: Südwestmetal Ulm)
Schwäbische Zeitung

„Was, schon 30 Jahre?!“ Für manche war es erst gestern – für manche liegt die deutsche Wiedervereinigung bereits in ferner Vergangenheit. Passend zum Jubiläum präsentieren das Rathaus Blaubeuren, die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und die Südwestmetall Bezirksgruppe Ulm rund 70 Werke von 33 bekannten Zeichnern, die mit spitzer Feder die Geschichte des deutschen „Sich-Findens“ darstellen.

Interessierte können die Bilder innerhalb der Öffnungszeiten des Rathauses bis 30. Oktober besichtigen. „Wir freuen uns, diese Karikaturenausstellung nun erstmals hier in unserer Region präsentieren zu dürfen. Die Karikaturen zeigen auf humorvolle Weise, dass 30 Jahre Wiedervereinigung ein nicht immer einfacher Weg waren – letzten Endes jedoch auf alle Fälle ein erfolgreiches Vorhaben“, sagte Götz Maier, Geschäftsführer von Südwestmetall in Ulm, anlässlich der Ausstellungseröffnung am Mittwoch.

Ob Bananen oder Kohl, ob Treuhand oder Trabi, der Betrachter wird auf eine amüsante Zeitreise mitgenommen. Am Wege stehen Besser-Wessi und Jammer-Ossi vor Problembergen und am Horizont lauert schon die nächste Krise: politische Bewegungen, die an dunkle Zeiten erinnern. Aber wie immer: Es gibt auch Lichtblicke – halbblühende Landschaften in Ost und West. Für die Besucher gibt es auch ein kleines Ausstellungs-Quiz. Der Gewinner darf eine Karikatur sein Eigen nennen.

Wie schon in den vergangenen INSM-Karikaturenwanderausstellungen sind auch hier wieder die „Spitzen“ der Karikaturisten mit dabei: So verwandelten - neben vielen anderen - Walter Hanel, Greser & Lenz, Horst Haitzinger, Heiko Sakurai, LUFF, Jan Tomaschoff und Burkhard Mohr bisweilen graue politische Umstände in bunte Bildnisse des menschlichen Miteinanders. Zunächst dürfen sich die Besucher auf anregende Impulse durch die Ausstellung freuen.

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